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Geschwister  Stütze  werden.  soll,  auf  die  Untversität
schicken,  und  brauche  biezu  dreihundert  Thaler,  die  ich
nicht  aufzutreiben  weiß;  ich  komme  daher  in  meiner
Notb  zu  Ihnen,  und  will  Sie  um  alles,  was  heilig  ist,
bitten,  mir  als  einer  verlassenen  Wittwe  zu  diesem  Geld
zu  verbelfen.  Als  nun  Darbs  bedauerte,  daß  er  nicht
reich  genug  sey,  um  ihr  das  Geld  zu  geben,  und  sie
bierüber  in  neue  Klagen  ausbrach,  sagte  er  zu  ibr:  Madame,
  ich  babe  das  Geld  nicht,  allein  ich  will  es  Sbnen
durch  einen  gutmütbigen  Herrn,  der  so  viel  leicht  entbehren
  kann,  verschaffen.  Sie  müssen  jedoch  alles  pünktlich
  tbun,  was  ich  Ihnen  sage.  Kommen  Sie  diesen
Mittag,  aber  präácis,  wenn  die  Glocke  zwölf  Uhr  schlägt,
in  das  Zimmer  des  Herrn  Grafen  v.  B.;  damit  Sie  jedoch
  keine  Sekunde  verfehlen,  so  müssen  Sie,  wenn  es
auf  dem  der  Wohnung  des  Grafen  gegenüber  stehenden
Kirchthurm  zu  schlagen  anfängt,  schon  unten  vor  der
Hausthür  seyn,  und  dann  gleich  die  Treppe  binaufgeben
und  wie  es  ausgeschlagen  bat,  ganz  unangemeldet  in
dessen  Zimmer,  welches  Sie  schon  kennen,  bineintreten;
Sie  werden  mich  dort  antreffen,  allein  Sie  müssen  nicht
eine  Minute  früher  und  auch  keine  später  kommen,  denn
sonst  kann  ich  Ibnen  für  den  guten  Erfolg  nicht  stehen.
Die  gute  Dame  versprach  nun  alles,  und  empfabl  sich
ganz  getröstet.

Nachdem  sie  weggegangen  war,  fragte  ich:  Lieber
Darbs,  kommt  es  denn  so  genau  auf  die  Sekunde  an?
und  wie  wollen  Sie  ibr  zu  diesem  Geld  verbelfen?
Durch  das  gute  Herz  des  Grafen  v.  B.,  antwortete  er.
Hören  Sie  nur,  ich  kenne  das  menschliche  Herz,  und