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wohnten,  berausging  und  meinen  Weg  über  den  Gensdarmen=
  Platz  nahm,  rief  mir  jemand  sehr  laut  nach,  und
da  ich  nicht  umzusehen  wagte,  weil  ich  mir  gleich  dachte,
daß  dies  gewiß  einer  meiner  Freunde  und  Gäste  sey,  so
ging  mir  derselbe  nach,  und  fragte  mich,  wo  ich  denn  noch
binwollte,  es  wäre  ja  schon  spät,  und  er  sey  so  eben
im  Begriff,  zu  mir  in  Gesellschaft  zu  kommen.  Zum  Gläck
war  dieses  nun  mein  ebemaliger  Reisegefährte  von  Wien
bis  Dresden,  Hr.  Doctor  D.,  ich  klagte  ihm  aufrichtig
meine  Notb,  und  gestand,  daß  ich  an  einen  andern  Ort
zum  Abendbrod  gegangen  wäre,  allein  ich  könnte  dieses
aus  Zartgefühl  nicht,  und  wolle  daher  lieber  Hunger  leiden,
  und  mich  so  lange  in  der  Stadt  berumtreiben,  bis
ich  keinen  Besuch  mehr  zu  erwarten  hätte.  Lieber  Freund,
bub  er  an,  warum  sagten  Sie  mir  dieses  nicht,  ich  habe
zwar  selbst  nicht  viel,  allein  einige  Dukaten  kann  ich  Ihnen
schon  leihen;  kommen  Sie  jetzt  mit,  und  nehmen  Sie  bei
mir  Ihr  Abendbrod,  denn  sonst  laufen  Sie  noch  einem  andern
  von  Ihren  Freunden  wie  mir  in  die  Hände,  und
kommen  in  neue  Verlegenheit.  Ich  theile  mit  Ihnen  meine
Kasse  und  dann  können  Sie  ganz  rubig  Ibren  Wechsel  abwarten,
  und  brauchen  sich  nicht  mehr  vor  ihren  Freunden
unsichtbar  zu  machen.

In  Absicht  meiner  Studien  babe  ich  noch  von  Berlin
zu  bemerken,  daß  ich  daselbst  zuerst  auf  meine  Farben-Hypotbese,
  welche  ich  nachber  in  meinem  Lehrbuche  der  Optik
näher  ausgearbeitet,  gekommen  bin.  Als  ich  nämlich  den
Vorlesungen  des  Hrn.  Oberbaurath  Becherer,  über  die
verschiedenen  Baumaterialien  beiwohnte,  kam  mir  der
Gedanke,  die  Ursache,  warum  sich  die  gebrannten  Steine