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und  ein  gutes  Nachtquartier  bettellen.  Wir  waren  es  zufrieden,
  aber  kaum  hatte  er  sich  obngefähr  eine  Viertelstunde
  von  uns  entfernt,  als  wir  an  ein  großes  breites
Wasser  kamen,  welches  quer  über  unsern  Weg  aus  dem
Gebürge  herab  lief,  wo  seit  einigen  Tagen  ein  außerordentlicher
  Regen  gefallen  war;  nirgends  konnten  wir  einen
Steg  oder  eine  Bräcke  entdecken.  Unser  Freund  Cabot,
welcher  die  Art  solcher  Italiener  kennen  wollte,  hbielt  unsern
  Begleiter  für  einen  Spitzbuben,  und  glaubte,  daß
wir  um  unser  Gepäck,  worin  wir  selbst  den  größten  Tbeil
unseres  Reisegeldes  verwahrt  batten,  geprellt  seven,  indem
der  Bursche  die  Straße  ohne  Zweifel  gekannt,  und  uns
nur  früher  verlassen  habe,  damit  wir  wegen  des  Waldstroms
nicht  so  geschwind  nachkommen  und  ihn  verfolgen  könnten.
  Cabot  war  daber  der  Meinung,  daß  wir  uns  nicht
lange  zu  besinnen  hätten,  um  diesem  Schelmen,  der  uns
auf  eine  so  listige  Art  um  unsere  Habseligkeit  bringen
wollte,  nachzusetzen,  und  deshalb  ohne  alles  Weilen  durch
den  Waldstrom  waden  müßten.  Ich,  als  der  Jüngste  und
Beherzeste,  entschloß  mich  voraus  zu  gehen,  worauf  mir
dann  meine  beiden  Reisegefährten  folgten.  Glücklich  erreichten
  wir  das  andre  Ufer,  wo  wir  bis  an  die  Hüften
triefend,  anlangten.  Es  war  ein  Glück,  daß  wir  auf
dieses  Bad,  welches  uns  eine  Krankheit  zuziehen  konnte,
gegen  zweis  Stunden  zu  gehen  hatten,  wobei  wir  uns  sehr
warm  liefen,  so  daß  die  Kleider  uns  auf  dem  Leibe  wieder
  trockneten.  Als  wir  diesen  Weg  mit  tausend  Sorgen
wegen  unserer  Effecten  so  geschwind  als  möglich  fortgesetzt
batten,  um  unsern  Dieb  zu  verfolgen,  und  endlich  in
Magadino  am  Lago  Maggiore,  dem  ersten  Wirthshause,
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