vom  Ufer  gelegene  Wirthshaus.  Da  unser  Protestiren
und  Schreien  gar  nichts  fruchtete,  folgten  wir  ihnen  endlich
  selbst  nach  in  die  zu  ebener  Erde  gelegene  Wirthsstube,
  wo  wir  eine  Menge  dem  dußern  Anseben  unserer
Schiffer  äbhnliche  Kerls  antrafen,  die  sch  auch  gleich  auf
die  Seite  unserer  Schiffer  schlugen,  welche  jetzt  mit  Ungestüm
  ihre  Bezablung  forderten.

Der  Wirtb,  welcher  den  Sohn  des  Landvogts  bei  uns
erkannte,  nahm  sich  indessen  unfrer  an,  und  sagte  uns  im
Vertrauen,  wir  bätten  bis  jetzt  erst  den  halben  Weg  nach
Lucano  zurückgelegt,  allein  der  See  mache  ohnweit  von
seinem  Hause  eine  weite  Krümmung,  und  bei  der  größten
Anstrengung  würden  die  Schiffer  uns  in  vier  Stunden
kaum  bis  Lucano  bringen  können.  Da  nun  eben  eine
Menge  fremde  verdächtige  Kerls  bei  ibm  eingekebrt  seven,
die  er  selbst  nicht  kenne,  und  es  in  dieser  Gegend  auf  der
öttreichischen  und  Schweizer  Gränze  überhaupt  so  viel  Gesindel
  gebe,  welche  von  einem  Land  in  das  andre  überlaufen,
  wenn  man  sie  packen  wolle,  so  rathe  er  uns,  die
Sache  in  Gäte  beizulegen,  er  wolle  uns  eine  Frau  mitgeben,
  um  unser  Gepäck  bis  Lucano  zu  tragen,  wohin  wir
zu  Land  in  ungefähr  1½  Stunden  gehen  könnten,  dann
er  vermöge  uns  nicht  zu  schützen.  Diesen  Morgen  erst,
fuhr  er  fort,  wurde  in  Lucano  ein  solcher  Schelm  gebenkt,
und  habe  ich  die  Kerls  in  meiner  Wirtbsstube  beinab  im
Verdacht,  daß  sie  Spießgesellen  jenes  Gebenkten  seyen.
Nach  dieser  Erklärung  besannen  wir  uns  nicht  lange,  den
guten  Rath  des  Wirths  zu  befolgen,  und  zablten  die  Schiffer
  aus,  mußten  aber  nachher  einen  abscheulichen  und
beinabe  ganz  ungangbaren  Weg  über  lauter  kleine  ver-