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meinen  Sommeraufenthalt,  in  der  Hoffnung,  daß  mich
bier  recht  viele  Freunde  besuchen  würden;  allein  das  Unglück
  will  nun,  daß  Sie  seit  zwei  Jahren  böchstens  die
dritte  Gesellschaft  von  Fremden  sind,  die  bei  mir  einspricht.
  Ich  beiße  Sie  darum  um  so  berzlicher  willkommen.
  Wenn  ich  Sie  bitten  darf,  so  halten  Sie  sich  einige
Tage  bei  mir  auf,  und  seben  sich  in  diesen  Gebürgen  um,
ich  kann  Sie  zwar  nicht  ganz  so  köstlich  bewirtben,  wie
es  der  erste  Erbauer  der  Villa  getban  haben  würde,  allein
es  soll  Ibnen  nichts  abgeben,  und  im  guten  Willen  für
meine  Gäste  glaube  ich,  selbst  dem  Plinius  nicht  nachzustehen.


Unser  trefflicher  Wirtb  befolgte  auch  getreulich  den
Inbalt  der  lateinischen  Inschrift  des  Plinius,  welche
noch  jetzt  in  der  obern,  mittlern  Halle  zu  lesen  ist,  und
sagt:  Die  Fremden  sollten  sich  zuerst  mit  den  vortrefflichen
  Sveisen  und  Getränken  des  Landes  erqulcken,  und
sich  dann  erst  umseben  und  sagen,  ob  er  den  Ort  dieses
Landsitzes  recht  gewählt  habe:  Nach  einer  trefflichen  Bewirthung
  besaben  wir  das  ganze  Haus  mit  seinen  schönen
Umgebungen  und  himmlischen  Aussschten;  und  setzten  alsdann
  unsre  Fabrt  längs  der  reizenden  Ufer  des  Sees,
der  fast  in  seinem  ganzen  Umkreise  mit  herrlichen  Villen
und  freundlichen  Städtchen  prangt,  weiter  fort,  bis
wir  Abends  in  Como  ankamen.  Von  Como  wollten  wir
den  Weg  bis  Mailand  zu  Fuß  machen,  allein  da  an  allen
Ecken  der  Gassen  und  auch  selbst  auf  den  Landstraßen  angeschlagen
  war,  daß  sich  in  dasiger  Gegend  und  besonders
in  der  Nähe  von  Mailand  eine  Hyänc  aufhalte,  welche
schon  mehrere  Menschen  getödtet,  und  sich  debhalb  ein