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hoben  Begriff  von  der  Kuntt  in  den  übrigen  italienischen
Hauptstädten,  und  ließ  mich  auch  die  kleinen  Unannehm-=lichkeiten,
  welche  ich  auf  dem  Weg  von  der  deutschen
Gränze  bis  dabin  gehabt  hatte,  um  so  mehr  vergessen,  da
mir  Cabot  bei  Betrachtung  der  Kunftschátze  in  Mailand
versicherte,  daß  dieses  nur  Kleinigkeit  wäre,  daß  das
Herrlichste  uns  erst  in  Florenz  und  Rom  erwartete.

Es  ist  gewöbniglich  der  Fall,  daß  den  Fremden  gleich
bei  den  ersten  Schritten  nuf  dem  italienischen  Boden
manche  Unannebmlichketten  aus  Unkunde  der  ktalienischen
Sitten  und  Gebräuche  widerfahren,  weshalb  nicht  selten
ein  sehr  zweideutiges  Urtheil  von  Reisenden  über  dieses
so  merkwürdige  Land  in  Rücküccht  seiner  Bewohner  gefällt
wird.  Wer  ZItalien  flüchtig  durchreis't,  wird  sich  allerdings
  von  den  Menschen  wenig  erbaut  fühlen;  wer  sich
aber  länger  in  dem  Lande  aufhält,  und  gewissermaßen  einheimisch
  und  mit  den  Bewohnern  vertraut  wird,  fällt
gewöhnlich  das  entgegengesetzte  Urtheil.  Dies  bestätigte
sich  durch  unsre  eigenen  Erfahrungen.  So  hatten  wir  in
Mailand  eine  große  Verdrüßlichkeit  wegen  des  Empfangs
unserer  Koffer,  indem  unser  Spediteur  in  Lindau  selbige
der  Sicherheit  wegen  emballirt,  und  als  Kaufmannsgut
spedirt  batte,  wovon  für  das  Pfund  ein  Gulden  Eingangszoll
  in  Mailand  entrichtet  werden  mußte.  Das  Handelsbaus,
  an  das  unsere  Koffer  adressirt  waren,  suchte  uns
indessen  von  dieser  Abgabe,  die  für  unsere  drei  Koffer
gegen  80  Dukaten  betragen  bätte,  zu  befreien,  indem  es
uns  anrieth,  wir  sollten  uns  mit  unserem  bisberigen  Reisegepäck
  noch  in  Mailand  behelfen,  und  die  Koffer  als  trau-