Orte  zugebracht  und  uns  theils  an  Betrachtung  der  Naturszenereien,
  theils  an  den  Sitten  und  Eigentbümlichkeiten
  der  Menschen  erheitert  hatten,  wurden  wir  den
Sten  Tag  schon  Morgens  2  Uhr  von  unsern  Matrosen  aufgeweckt,
  welche  uns  zur  Abfahrt  riefen.  Noch  wogte  das
Meer  unrubig  hin  und  her,  allein  der  Morgen  schien  einen
schönen  Tag  anzukünden,  und  der  Wind  wehte  gerade  von
dem  Land  gegen  die  See,  was  uns  eine  günstige  Fortsezung
  unseres  Wegs  boffen  ließ.  Schon  eine  Stunde
vor  Tag  waren  wir  reisefertig,  das  Schiff  frei  gemacht,
und  die  Segel  aufgezogen,  und  es  ging  nun  pfeilschnell
über  die  noch  immer  von  dem  Sturm  bewegte  See  bin,
und  zwar  mit  so  gutem  Winde,  datz  bei  Tagesanbruch
kein  Ufer  mehr  sichtbar  war.  Die  ausserordentliche  Geschwindigkeit
  des  Schiffes,  welches  beständig  zwischen  den
boben  Wogen  wie  durch  ein  Thal  zu  gehen  batte,  verursachten
  mir  und  meinen  übrigen  Reisegefährten  kein  großes
  Woblbehagen,  indem  wir  beinabe  alle  durch  dieses
schnelle  Schaukeln  seekrank  wurden,  was  jedoch  schnell
vorüberging.  Morgens  gegen  9  Uhr  erblickten  wir  schon
wieder  Land;  auf  die  Frage  an  unsern  Schiffskapitän,
ob  dieses  Livorno  sey,  antwortete  er,  meine  Herren!  das
ist  Bastia  in  Corfica,  ich  habe  daselbst  einiges  Gepäck  abzugeben,
  wir  steigen  aber  nicht  ans  Land,  denn  der  Wind
ist  zu  günstig,  wir  müssen  ihn  benützen,  um  diesen  Abend
noch  bei  guter  Zeit  in  Livorno  anzukommen.  Als  wir
uns  Bastia  etwas  mebr  genäbert  batten,  nahm  einer  unserer
  Matrosen  ein  großes  Meerschneckengebäuß,  und  bließ
darauf  verschiedene  Töne,  wie  durch  ein  Sprachrohr;  nach
ohngefähr  einer  Viertelstunde  kam  von  dem  Hafen  ein