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Boot  mit  4  Personen,  welche  das  Gepäck,  welches  unser
Schiffskapitän  abzugeben  hatte,  aufluden.  Wir  setzten
bierauf  unsern  Weg  augenblicklich  weiter  fort.

Auf  dieser  unserer  Fahrt,  unweit  von  Livorno,  sahen
wir  auch  die  in  unserer  Zeit  durch  Napoleon  so  bekannt
gewordene  Insel  Elba,  welche  gleich  einem  farbigen  Punkt
aus  der  unübersehbaren  Meeresfläche  hervorschaute.  Dazumal
  dachten  wir  freilich  nicht,  daß  dieser  Punkt  dereinsten
  ein  so  allgemeines  Interesse  für  die  ganze  Welt
gewinnen  würde,  sonst  würde  ich  ibn  wenigstens  mit  meinem
  kleinen  Seerohr  von  Tamsen,  das  ich  immer  bei
mir  in  der  Tasche  trug,  näher  betrachtet  baben.

Abends  gegen  halb  sechs  Ubr  kamen  wir  in  Livorno—
an,  wo  wir  aber  wegen  der  Quarantäne  erst  nach  einer
langen  Untersuchung  unserer  Gesundheitspässe,  und  nachdem
  unser  Schiffskapitän  eine  Handtreu  abgelegt  batte,
daß  kein  Corsar  oder  Türke  während  unserer  Reise  an
Bord  gekommen  war,  an  das  Land  steigen  durften.

Livorno  war  von  den  Städten,  welche  ich  bisher  in
Italien  geseben,  die  erste,  die  mir  ein  italienisches  Anseben
  und  in  ihrer  Bauart  einen  eigenthümlichen  Charakter
  zu  haben  schien.  Mayland  und  Genug  sind  zwar  als
große  Haupt=  und  Handelsstädte  interessant,  allein  sie  haben
  eine  französische  Physiognomie,  die  von  Livorno  ist
nationaler.  Da  Livorno  zu  meiner  Zeit  einer  der  ersten
Freohäfen  des  mittelländischen  Meeres  war,  so  fanden
wir  sie  auch  äusserst  belebt  durch  die  verschiedenen  Nationen,
  die  sich  daselbst  aus  allen  Welttbeilen  aufbielten,
besonders  merkwürdig  war  mir  eine  Kunsthandlung,  welche