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abstammenden  Kunstprodukte  durch  den  tiefen  Sinn  der
Meister  und  ihr  reines,  absichtliches  Streben,  und  es  ist
wohl  keine  Stadt,  welche  die  Künste  mehr  als  diese  durch
Jahrhunderte  genährt  und  gepflegt  bat.  Was  mich  in
Florenz  von  Werken  der  Architektur  vorzüglich  ansprach,
waren  der  Dom,  das  Battisterium,  der  Palazzo  Veggio,
der  Palast  Pitti  mit  seinen  schönen  Gartenanlagen,  so
wie  auch  die  Lage  der  alten  Stadt  Fiesole,  von  wo  aus
das  so  schöne  und  reizende  Florenz  ganz  übersehen  werden
  kann.  Nie  bat  mich  ein  Bild  oder  der  Prospect  von
einer  Stadt  mehr  als  gerade  von  dieser  angezogen,  und  obgleich
  mein  römischer  Aufentbalt  und  mein  dasiges  Studium
  einen  großen  Theil  meiner  frühern  Eindräcke  geschwächt
  hatte,  so  gewann  dennoch  dieses  Bild  noch  mebr
bei  mir,  als  ich  es  zum  zweitenmal  sah.  Bevor  ich  Florenz
  verlasse,  wo  P.  Carstens  wegen  seines  Studiums
einen  Monat  länger  als  wir  blieb,  und  Cabot  und  ich
nur  acht  Tage  verweilten,  und  dann  zusammen  nach
Rom  giengen,  muß  ich  dankbar  erkennen,  daß  ich  obne
meine  Reisegefährte  bei  meinem  Studium  im  Gebiete
der  bildenden  Kunst  nicht  so  leicht  sehen  gelernt  hätte.
Alle  Kunstwerke  in  den  Städten,  durch  die  wir  kamen,
betrachteten  wir  gemeinschaftlich,  und  theilten  uns  unsere
  Meinungen  über  dieselben  gegenseitig  mit,  dadurch
lernte  ich  die  mehrsten  classischen  Maler  nach  ihren  verschiedenen
  Schulen  in  Hinsicht  auf  Komposstion  und
Styl  etwas  genauer  kennen,  so  daß  ich  also  auch  in  diesem
  Theil  der  Kunst  nicht  ganz  ohne  Kenntnisse  nach
Rom  kam.  In  Rücksicht  meiner  bisber  in  Italien  erworbenen
  architektonischen  Bildung  will  ich  noch  binzufügen,