Unbeil  nach.  Als  wir  nun  kaum  30  oder  40  Schritte  von
dem  Gasthause  binweg  waren,  bemerkten  wir,  daß  hinten
  an  einem  unserer  Koffer  das  Seil  los  geworden  war.
Wir  ließen  unsern  Vetturin  sogleich  balten,  welcher  den
Hausknecht  berbei  rief,  um  den  Koffer  wieder  fest  zu
machen:  als  dieser  nun  hinten  auf  dem  Gestell,  worauf
die  Koffer  lagen,  stand,  und  das  Seil  mit  einem  Holz
festzog  so  brach  jenes,  der  Knecht  verlor  das  Gleichgewicht,
  siel  berab,  und  der  Koffer  mit  ihm  und  auf  ihn,
so  daß  er  sehr  libel  zugerichtet  wurde.  Der  Kerl  schrie
abscheulich  und  konnte  auch  auf  dem  Fuß  nicht  stehen,
wir  machten  ihm  Umschlaͤge  von  Salzwasser,  verbanden
ihn  so  gut  als  wir  konnten,  und  trugen  ihn  hierauf  in
das  Wirthsbaus  zurück;  wobei  er  uns  sehr  demüthig  um
Verzeibung  bat,  weil  er  sich  an  uns  versündigt  zu  haben
glaubte,  so  daß  nun  die  Flüche,  die  er  über  uns  ausgesprochen,
  Über  ihn  gekommen  seven.

Bei  Monte  Fiascone  begegnete  mir  eine  andere  Unannehmlichkeit,
  indem  ich  daselbst  beinahe  arretirt  wurde.
Als  wir  nämlich  an  dem  Wirtbshaus,  welches  ausserbalb
der  Stadt  an  der  Hauptstraße  liegt,  zu  Mittag  gespeift
hatten,  gieng  ich  allein  aus,  um  das  Monument  in  der
Kirche  St.  Florian  zu  seben,  das  einem  deutschen  Kanonikus
  gesetzt  worden,  der  sich  daselbst  wegen  des  guten
Weins  aufgehalten  und  todet  getrunken  haben  soll.  Bei
meiner  Rückkehr  fand  ich  einen  großen  Auflauf  in  der
Hauptstraße  und  mehr  als  100  Menschen  drängten  sich
alle  zu  einem  Hause  bin.  Die  Neugierde  trieb  mich  ebenfalls
  bin.  Die  ersten  Personen,  welche  mir  ansaben,  daß
ich  ein  Fremder  sey,  machten  mir  aus  Höflichkeit  Platz,