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als  ich  aber  etwas  tiefer  in  den  Haufen  von  Menschen
kam,  und  ich  nur  gebrochen  italienisch  sprach,  so  glaubten
  die  Herumstehenden,  daß  ich  zu  der  Person  gehöre,
welche  so  eben  in  das  Haus  des  Gouverneurs  gebracht  worden
  war,  vor  dem  wir  standen.  Alles  schrie  nun,  hier  ist
der  Compagnon,  Platz,  Platz!  Mit  diesen  Worten  brachte
man  mich  in  das  Zimmer  des  Gouverneurs,  worin  derselbe
  mit  zwei  Geistlichen,  einem  Bürger  und  einer  bis
auf  das  Hemd  entkleideten  Nonne  stand,  die  mit  dem
Bürger,  der  aus  Monte  Fiascone  war,  eine  Fußreise  aus
Frankreich  bis  in  seine  Vaterstadt  gemacht  hatte.  Bei
seiner  Ankunft  zeigte  der  Mann  dem  Gouverneur  an,
diese  Nonne  habe  ihm  unterwegs  vertraut,  daß  sie  aus
französschem  Patrlotismus  nach  Rom  reisen  wolle,  um
den  heiligen  Vater  zu  vergiften.  Die  Nonne  wurde  daber
  untersucht,  ob  man  bei  ihr  nichts  Verdächtiges  antreffe,
  was  jedoch  keineswegs  der  Fall  war.  Ich  wurde,
nachdem  ich  dem  Gouverneur  meinen  Paß  gezeigt,  und
der  Bürger  und  die  Nonne  versichert  hatten,  mich  in  ibrem
  Leben  nie  gesehen  zu  haben,  sogleich  wieder  mit  aller
  Höflichkeit  entlassen,  und  von  dem  Gouverneur  selbst
bis  durch  die  vor  dem  Hause  stebenden  Leute  begleitet.
Erst  Abends  gegen  10  Uhr  langten  wir  in  Viterbo  an,
wo  eben  das  berühmte  jährliche  Fest  der  beil.  Rosa  gefeiert
  ward.  Auf  einem  ganz  silbernen,  mit  vieler  Kunst
gemachten,  mehr  als  40  Fuß  bohem  Gerüste  wurde  das
Bild  der  Heiligen,  ganz  mit  Brilliantfeuer  verklärt,  in
der  Nacht  herumgetragen,  so  daß  wir  schon  in  einiger
Entfernung  von  der  Stadt  die  herumgetragene  Heillge
auf  ibrem  Gerüste  über  die  Häuser  hervorschauen  saben.