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Die  Straßen  waren  alle  beleuchtet  und  mit  so  viel  Menschen
  und  Fubren  aus  der  Nachbarschaft  angefüllt,  daß
wir  uns  auf  100  Schritte  kaum  dem  Wirtbsbaus,  wo  wir
übernachten  wollten,  nähern  konnten.  Unserem  Kutscher
war  dieses  Fest  ein  erwünschter  Fund,  allein  wir  batten
Hunger  und  Durst,  und  wünschten  eher  aus  dem  Gekümmel
  in  der  Stadt  wegzukommen,  als  länger  in  demfelben
  zu  verweilen.  Da  es  unmöglich  war,  in  dem
Wirtbshaus  abzusteigen,  und  uns  der  Vetturin  während
er  etwas  zu  Essen  und  zu  Trinken  in  die  Kutsche  brachte,
sagte,  daß  es  unmöglich  sev,  Platz  in  dem  Wirthshaus
zu  finden,  und  wir  deshalb  die  Nacht  im  Wagen  zubringen
  müßten,  so  schlugen  wir  ihm  vor,  mit  seinem
Wagen  in  Viterbo  zu  bleiben,  und  uns  einen  andern
Kutscher  zu  verschaffen,  der  uns  sogleich  weiter  und  vollends
  bis  nach  Rom  führte,  was  der  Vetturin  denn  auch
sehr  zufrieden  war,  indem  er  dadurch  Gelegenheit  erbielt,
einige  Tage  in  Viterbo  zu  verweilen.  Bei  stockfinstrer
Nacht  wurde  nun  unser  Cabriolet  abgepackt  und  die  Effekten
  auf  die  Halbchaise  des  neuen  Vetturin  gebracht,
so  daß  wir  noch  vor  Mitternacht  mit  unserem  neuen  Kutscher
  zur  Stadt  binauskamen.  Als  wir  ohngefähr  eine
halbe  Stunde  Wegs,  da  eben  der  Mond  herauf  kam,  sehr
rasch  in  einem  Wald  fortgefahren  waren,  wo  vieles  Gefindel
  sich  da  und  dort  um's  Feuer  gelagert  hatte,  fragte
der  Vetturin  ganz  ängstlich,  ob  wir  auch  Schießgewehr
bei  uns  hätten,  indem  der  Weg  von  bier  bis  Rom  sehr
unsicher,  und  erst  vor  einigen  Tagen  wäre  ein  fremder
Engländer  etwa  eine  Stunde  weiter  auf  der  Straße
ermorder  worden,  dessen  Grab  er  uns  zeigen  wolle.