sogleich  einspannte,  damit  ich  mich  doch  wenigstens  den
andern  Morgen  gleich  in  Rom  umsehen  könnte,  ohne  noch
einen  halben  Tag  mit  der  Reise  zu  verlieren.  Cabot,  welcher
  von  seinem  ersten  Aufenthalt  in  Rom  eine  Geliebte
zurückgelassen  batte,  welche  er  nachher  beiratbete,  und
nach  einigen  Jahren  mit  scch  in  sein  Vaterland  nabm,  war
mit  meinem  Eifer  sehr  zufrieden,  und  so  spannte  der  Vetturin,
  der  ein  sehr  gutmäthiger  und  entschlossener  junger
Mann  war  ,  wieder  ein,  und  wir  fuhren  mit  Anfang  der
Dämmerung  von  Baceano  ab.  Bis  gegen  10  Uhr  war  es
ein  wenig  dunkel,  allein  nachher  gesellte  sich  der  freundliche
  Mond  wieder  zu  uns,  und  beleuchtete  unsern  ganzen
Weg  zum  Thale  der  Tiber  bin.  Es  mag  obngefähr  etwas
über  den  halben  Weg  zwischen  unserer  letzten  Station  und
Rom  gewesen.  seon,  als  wir  6  Kerls  vor  uns  auf  der  Straße
geben  sahen.  Wir  ahneten  nichts  Schlimmes,  aber  unser
Vetturin  trieb  alsbald  seine  Pferde  zum  Laufen  an,  dann
faßte  er  die  Zügel  wieder  straffer,  und  fuhr  in  einem  leichten
  Trott  bis  an  die  vor  uns  hergebenden  Bursche,  welche
sich  inzwischen  links  und  rechts  an  die  Straße  vertheilt
hatten.  Als  unser  Vetturin  sab,  daß  sie  ihm  von  beiden
Seiten  in  die  Sügel  fallen  wollten,  ließ  er  seine  jungen
Pferde  plötzlich  in  vollem  Galopp  jagen,  so  daß  die
Bursche  Mühe  batten,  sich  vor  dem  Niederfahren  zu  retten.
  Mit  ununterbrochener  Geschwindigkeit  fuhr  unser  Kutscher
  bis  nach  Ponte  Molle  an  die  Tiber,  wo  die  Landbäuser
  von  Rom  anfangen,  und  von  da  an  gieng  es  vollends
  bis  an  die  Porta  del  Popolo,  wo  die  Wache  von
dieser  beiligen  Stadt  fest  schlief,  weil  es  schon  ein  Uhr
nach  Mitternacht  war.  Wir  waren  daher  genöthiget,  viel