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Wappen  vor  ihrer  Academie  aufzuhängen.  Das  Volk  setzte
sich  dagegen,  und  konnte  erst  nach  mehbreren  Wochen  wieder
  besänftigt  werden.  Den  Schreckensabend,  an  welchem
  der  Auftritt  satt  hatte,  wobei  der  dasige  französische
  Minister  Basseville  ermordet  wurde,  werde  ich
nie  vergessen.  Der  Gesandte  war  Abends  vor  Sonnenuntergang
  in  dem  Corso  spazieren  gefahren;  im  Augenblick
  des  Angriffes  füchtete  er  aus  dem  Wagen  in  einen
Hausgang,  wo  er  unter  der  Haustreppe  erstochen  wurde.
Ich  ftand  gerade  in  der  Straße  Candatti  vor  dem  griechischen
  Kaffeehaus  mit  mehrern  andern  Künstlern;  wir
wußten  nicht,  was  auf  dem  nahen  Corso  geschah,  nur
ließ  sich  ein  gewaltiger  Lärm  von  daher  vernehmen,  worauf
  bald  eine  Menge  des  niedrigsten  Pöbels  von  allen
Seiten  herbei  strömte.  Ich  und  meine  Landsleute  fanden
  es  rärhlich,  dem  Auflaufe  auszuweichen,  und  nach
Haus  zu  gehen.  Kaum  war  ich  einige  Minuten  auf  meinem
  Zimmer  in  der  Strada  Pagqnini,  so  vernahm  ich  aus
meinem  Fenster  einen  so  fürchterlichen  Lärmen  in  der
Entfernung,  daß  ich  glaubte.,  Rom  müsse  untergeben.
Der  Tumult  mochte  zwei  Stunden  lang  anhalten,  und
der  Lärm  verstärkte  ssch  manchmal  noch.  Unterdessen  kam
mein  Freund  und  Hausgenosse,  Direktor  Große  aus  Wien,
nach  Haus,  und  brachte  die  Nachricht,  das  römische  Volk
babe  den  französischen  Ambassadeur  ermordet,  und  wolle
jetzt  alle  Franzosen  aus  der  Stadt  verjagen.  Nicht  lange
nachher  kam  auch  einer  meiner  Freunde  zu  uns  geslüchtet,
  welcher  jenseits  des  spanischen  Platzes  wohnte,  und
weil  in  jener  Gegend  der  Pöbel  die  Franzosen  in  ibren
Wohnungen  aufsuchte,  nicht  mehr  durch  die  Haufen  bin-