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durch  konnte.  Dieser  sagte  uns  voll  Schrecken,  daß  das
Volk  alle  Fremde  Haus  für  Haus  aufsuche  und  dabei  immer
  schreie:  masacrate  tutti  gli  forestieri  (ermordet  alle
Fremde).  Indem  wir  aus  dem  Fenster  blickten,  saben
wir  schon  von  Weitem  diesen  Zug  mit  vielen  brennenden
Fackeln  durch  unsre  Straße  sich  wälzen.  Der  Sicherbeir
wegen  baten  wir  unsere  Hausleute,  welche  über  uns  wohnten,
  herunter  zu  uns  in  unser  Logis  zu  kommen,  und
uns  im  Nothfall  Beistand  zu  leisten,  was  sie  auch  sehr
willig  thaten.  Mit  Furcht  und  Schrecken  sahen  wir  nun,
wie  sich  die  Masse  von  5  bis  600  Menschen  mit  wüthendem
  Geschrei  von  Haus  zu  Haus  dem  unsrigen  näherte,
obne  daß  die  Polizei  oder  das  Militär  diesem  abscheulichen
Aufstand  Einhalt  that.  Da  nun  endlich  der  Zug  an  unser
  Haus  kam,  und  an  dem  Nebenhaus  ziemlich  lang  still
bielt,  weil  in  demselben  ein  Franzose  wohnte,  den  man
nicht  finden  konnte,  schlugen  unfre  Wirtbsleute  uns  vor,
mit  ihnen  an  das  Balkon-Fenster  zu  treten,  wo  sie  dann
schon  das  Weitere  für  unser  Bestes  vorkehren  wollten.
Wir  befolgten  den  Ratb,  und  ohne  abzuwarten,  was  diese
Menschen  nun  beginnen  würden,  rief  unser  Wirth  ihnen  entgegen:
  meine  Herren,  ihr  suchet  Franzosen,  hier  in  meinem
  Hause  ist  keiner.  Bei  mir  wohnen  brave  Deutsche,
die  bier  neben  mir  stehen,  und  denen  werdet  ihr  doch  kein
Leid  zufügen  wollen?  Nein,  nein,  schrieen  sie  alle,  es
leben  die  Deutschen  (eviva  glitedeschi),  und  hierauf  gieng
dann  der  ganze  Zug  weiter.

Auf  aͤhnliche  Weise  und  zu  gleicher  Zeit  durchzogen
auch  noch  andere  Horden  die  Straßen,  und  zwar  einige
Nächte  hintereinander,  wo  jedoch  ein  günftiger  Zufall