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sey,  und  ich  mir  das  Fieber  zuziehen  könne;  allein  da
mich  die  Feuchtigkeit  an  den  Beinen  kühlte  und  mich
gleich  nach  meiner  Nachhausekunft  wieder  einer  meiner
Freunde  abholte,  um  in  eine  Bildergallerie  zu  gehen,
so  achtete  ich  der  Warnung  nicht,  sondern  gieng  in  den
feuchten  Strümpfen  wieder  aus.  Aber  die  Prophezeibung
meines  Wirtbs  gieng  schnell  in  Erfüllung.  Schon  des
andern  Tags  überftel  mich  ein  so  heftiges  kaltes  Fleber,
daß  ich  gleich  phantastrte  und  während  des  Paroxismus
das  Bewußtseon  verlor.  Ich  ließ  meinen  Arzt  kommen,
der  mir  eine  Aderlaß  und  eine  Dosis  China  verordnete.
China,  erwiederte  ich  ihm,  wollte  ich  gerne  nehmen,  zu
einer  Aderlaß  aber  könnt'  ich  mich  nur  im  Notbfall  versteben.
  Nachdem  ich  mebrere  starke  Dosen  von  Cbina  genommen,
  und  das  Fieber  nur  beftiger  wurde,  versicherte
der  Arzt,  daß  es  nun  bobe  Zeit  sey,  mir,  wenn  das  Fieber
  sich  wieder  einstelle,  während  der  Hitze  eine  Ader  zu
schlagen,  was  denn  auch  geschah,  und  damit  war  meine
Krankheit  wie  weggewischt.  Dieses  Fieber,  das  ich  wäbrend
  8  Tagen  #mal  bekam,  hatte  mich  so  erstaunlich  abgemattet,
  daß  ich  über  ein  Vierteljahr  zu  tbun  hatte,  um
wieder  zu  Kräften  zu  gelangen,  wesbalb  ich  denn  auch
über  ein  balbes  Jahr  nachher  noch  Cbina  nehmen  mußte.
Mit  Dank  muß  ich  der  außerordentlichen  Pflege  gedenken,
  die  ich  während  meiner  Krankbeit  von  meinen  Hauswirtben
  erbielt,  auch  wollten  die  guten  Leute  durchaus
keine  Belobnung  für  ihre  Mühe  annehmen:  denn,  wie
alle  Römer,  sahen  sie  die  Krankenpflege  als  eine  religiöse
Psflicht  an,  deren  Erfüllung  sie  üch  selbst  mit  Aufopferung
unterzichen.