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todt  zu  schießen  und  von  diesem  Leben  in  ein  anderes
überzugehn.  Hr.  Witte  war  kaum  ein  oder  zwei  Monate
in  Rom,  so  erklärte  er  diesen  seinen  Bekannten,  daß  es
ibm  in  Rom  gar  nicht  gefalle,  und  unter  dem  nördlichen
wie  unter  dem  sädlichen  Himmel  der  Mensch  sich  abquäle  in
Tborheit  und  Wabn;  er  wolle  darum  nur  noch  alles
Merkwürdige  in  und  um  Nom  sehen,  und  dann  ausziebhen.
  Diese  Aeußerungen  Witte's  wurden  bald  zum  allgemeinen
  Tischgesoräche,  denen  er  gewöbnlich  selbst  beiwohnte,
  und  er  scheute  sich  auch  nicht,  den  Selbstmord
gegen  andere  Deutsche,  an  die  er  sich  besonders  anschloß,
zu  vertbeidigen.  Wir  suchten  alle  Gründe  auf,  ihn  von
seinen  Ansichten  abzubringen,  und  stellten  ihm  unter  andern
  vor:  der  Mutb  des  Mannes  müsse  sich  darin
bewähren,  daß  er  die  Laß  des  Lebens  nicht  leichtsinnig
oder  feig  abwerfe,  sondern  männlich  trage.  Er  prote-Kirte
  jedoch  auf  das  Heftigste  gegen  diese  Behauptung,
indem  er  sagte,  daß  es  eine  Klasse  gebe,  zu  der  er  gehöre,
  welchen  das  Leben  nichts  mebr  seyn  könne,  und
die  darum  sich  nach  einer  andern  Welt  umseben  müßten,
wie  der  Reisende  seinen  Stab  wieder  ergreift,  sobald  sich
ihm  an  dem  Orte  seines  Aufenthalts  nichts  Interessantes
mebr  darbietet.  Zugleich  versicherte  der  Unglückliche  rubig
  und  kalt,  daß  er  sich  außer  der  Porta  del  popolo  in
der  Tiber  todt  schiehen  wolle,  damit  er,  falls  die  Kugel
nicht  gut  treffe,  vollends  in  dem  Strome  schnellen  Tod
fünde:  auch  wolle  er  seine  Uhr  und  einige  Stücke  Geld
zu  sich  stecken,  damit  der,  welcher  ibn  im  Wasser  finde
und  herausziehe,  sich  damit  für  seine  Mühe  bezablt  machen
  könne.  Auch  daß  er  den  Abend  vor  seinem  Auszie-