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gut  ein,  daß,  wer  sich  über  das  Mittelmäßige  erbeben
will,  die  Bedenklichkeiten  und  den  Tadel  des  großen
Haufens  nicht  achten  darf.

Von  den  verschiedenen  Schülern,  theils  Deutsche,
Franzosen,  Schweden,  Italiener  und  Spanier,  welche  ich
in  Rom  nach  und  nach  unterrichtete,  will  ich  nur  eines  Spaniers
  wegen  seines  Stolzes  erwähnen.  Um  meine  Tagsgeschäfte
  nicht  zu  unterbrechen,  indem  ich  nicht  mehr  Unterrichtsstunden
  gab,  als  ungefähr  für  meinen  Lebensunterhalt
  nöthig  war,  gab  ich  die  Stunden  gewöhnlich
WVormirtags  von  11  bis  12,  oder  nach  Tisch  von  2  bis  3,
weil  ich  ohnehin  wegen  des  Mittagessens  ausgehen  mußte,
und  keine  Zeit  durch  besondres  Ausgeben  verlieren  wollte.
Als  ich  nun  eines  Tags  um  141  Uhr  zu  diesem  Spanier,
Don  Georgo  kam,  war  er  nicht  zu  Hause;  seine  Hausfrau
  empfing  mich  daher  und  sagte  mir,  daß  ich  ein  wenig
  mit  ihr  auf  das  Zimmer  kommen  möchte,  weil  Don
Georgo  gleich  wieder  nach  Hause  kommen  würde,  und  er  ihr
aufgetragen  hätte,  mich  bis  dahin  zu  unterbalten.  Diese
sebr  geschwätzige  und  ansebnliche  Dame  sagte  mir  dann,
dab  sie  oft  mit  Vergnügen  von  ihrem  Hausberrn,  Don
Georgo,  die  Lobeserbebungen  über  meine  so  große  und
einzige  Geschicklichkeit  hörte,  die  in  Rom  seit  lange  nicht
mebr  gefunden  werde.  Ich  Kutzte  über  diese  Aeußerungen
  und  fragte  sse,  für  wen  sie  mich  denn  balte?  Für
einen  Astronomen,  erwiederte  sie,  in  welcher  Wissenschaft
Sie  meinen  Hausberrn  instruiren.  Ob  ich  nun  gleich  der
Dame  versicherte,  daß  sie  sich  hierin  irrte  und  ich  von  der
Astronomie  wenig  oder  gar  nichts  verstände,  so  wollte  sie
solches  doch  nicht  glauben,  und  meine  Gegenversscherun-