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zu  erbalten  war.  Ich  batte  bereits  gegen  3  Jabre  in
Rom  zugebracht,  und  bis  dabin  von  meinem  eigenen  nicht
sebr  bedeutenden  Vermögen  gelebt,  welches  mir  fernerbin
  keine  großen  Ausgaben  erlaubte;  jetzt  war  es  nöthig,
an  Gegenwart  und  Zukunft  alles  Ernstes  zu  denken,  zumal
  da  durch  die  französische  Besitznahme  der  Lombardie
und  des  Venezianischen  alle  Communication  mit  Deutschland
  gehemmt  war,  und  dadurch  schon  mehrere  meiner
Landsleute  in  die  äußer#e  Verlegenbeit  wegen  ihver  Pensionen
  und  von  Haus  erwarteten  Geldes  gekommen  waren.
  Ich  stand  gewissermaßen  an  einem  Scheidewege;
bier  winkte  mir  die  Kunft,  dort  zeigte  sich  Sorge  für  die  Zukunft.
  Ich  öffnete  mein  Herz  meinem  Freund  Hirt,  der
mir  zur  Antwort  gab:  es  seov  ihm  leid,  meine  Verlegenbeit
  erft  jetzt  zu  erfahren,  indem  er  schon  öfter  von  Fremden
  angegangen  worden,  ihnen  diese  oder  jene  archttektonische
  Arbeit  fertigen  zu  lassen;  allein  er  habe  sich  bisber
  genirt,  sich  an  mich  zu  wenden,  indem  er  geglaubt,
daß  ich  reich  genug  sey,  um  mein  Studium  aus  eigenen
Mitteln  in  Nom  fortzusetzen.

Da  äbrigens  meinem  Freunde  H.  selbst  an  meinem
längern  Aufenthalt  in  Rom  gelegen  war,  indem  er  eine
antiquarische  Arbeit  vorzunehmen  gedachte,  wozu  ich  ihm
die  Zeichnungen  fertigen  sollte,  so  verschaffte  er  mir  bald
eine  Einnahme.  Die  erste  Arbeit,  die  ich  durch  seine
freundschaftliche  Verwendung  erbielt,  war  die  Fertigung
eines  Bauplans  zu  einer  Kirche  für  den  F.  K.  Dieser
wollte  aber  schon  in  acht  Tagen  abreisen,  und  da  es  mir
nicht  möglich  war,  in  so  kurzer  Zeit  etwas  Ausgeführtes
und  Tüchtiges  zu  liefern,  versprach  ich  einem  Maler,  mit