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dem  ich  zusammen  wohnte,  und  der  sich  aus  Mangel  an
Unterstützung  kaum  ernähren  konnte,  von  Kopf  bis  zu
Fuß  neu  zu  kleiden,  wenn  er  mir  an  dieser  Arbeit  belfen
  und  die  innere  Dekoration,  welche  in  einem  Coklus
das  Leben  Jesu  vorstellen  sollte,  zeichnen  würde.

Da  wir  beide  Tag  und  Nacht  arbeiteten,  so  brachte
ich  die  Risse  schon  in  der  balben  Zeit  fertig.  Wie  ich
nun  selbige  meinem  Freund  des  Morgens  brachte,  um
sie  nach  Verabredung  dem  F.  K.  zuzustellen,  wollte  es
der  Zufall,  daß  mein  Freund  gerade  eine  Verbinderung
hatte  und  mich  ermunterte,  meine  Arbeit  selbst  und  wo
möglich  der  Gemahlin  des  Hrn.  F.  K.  zu  übergeben,  weil
dies  eine  sehr  gebildete  und  interessante  Dame  sev.  Ich
befolgte  den  Rath,  allein  die  Bedienten  des  Hausfes  ließen
  mich  so  lange  im  Vorzimmer  warten,  wahrscheinlich,
obne  mich  auch  nur  zu  melden,  daß  mir  endlich  die
Geduld  ausging  und  ich,  nach  einer  Stunde  vergeblichen
Harrens,  mich  voll  Aergers  entfernte.  Auf  dem  Heimweg
  sprach  ich  bei  einem  Freunde  ein,  welcher  eben  für
F.  K.  einige  Bilder  malte.  Wir  hatten  kaum  ein  Gespräch
  angefangen,  als  unser  Patron  bereintrat.  Mein
Freund  ßellte  mich  ihm  vor,  und  seine  erste  Frage  war
nach  den  Zeichnungen.  Ich  erzählte  was  mir  so  eben
in  seinem  Hause  begegnet,  und  gab  ihm  die  Zeichnungen,
auf  die  er  blos  einen  flüchtigen  Blick  warf.  Erlauben
Sie,  sagte  er,  mit  höfischer  Artigkeit,  daß  ich  ihre  schsnen
  Arbeiten  sogleich  mit  mir  nach  Hause  nehme  und  sie
meiner  Frau  zeige,  welche  sich  schon  lange  auf  dieselben
freut,  und  erweisen  Sie  uns  dann  morgen  früb  die  Ebre,
uns  zu  besuchen.  Am  andern  Morgen  begab  ich  mich  vol