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Tage  nachher  brachte  mir  sein  Jäger  die  Zeichnungen  mit
allerlei  Entschuldigungen.  Ich  wollte  dem  Jäger  die  3
Scudi  zurück  geben,  aber  er  verließ  mich  mit  der  Versicherung,
  er  dürse  das  Geld  nicht  nehmen,  es  sey  für
meine  Auslagen,  für  Papier,  Farben  2c.

Voll  Scham  und  Aergers  ging  ich  sogleich  zu  meinem
  Freunde,  welcher  der  Frau  v.  K.  in  Neapel  Unterricht
  im  Figurenzeichnen  gegeben,  und  bat  ihn,  der  Dame
die  3  Seudi  zuzustellen.  Mein  Freund  schättelte  den
Kopf,  versprach  aber,  den  Auftrag  zu  besorgen.  Dies
that  er  auch  in  der  nächsten  Stunde,  und  kam  sogleich
auf  mein  Zimmer.  Er  babe,  sagte  er,  die  Frau  von  K.
so  eben  gesprochen,  sie  sey  ob  der  saubern  Geschichte  ganz
außer  sich  gekommen.  Als  sie  nachher  aus  meinem  Schreiben
  an  ihren  Mann  gesehen,  daß  ich  meine  Risse  nur
unter  der  Bedingniß  zurückgefordert,  wenn  ihr  Herr  Gemahl
  selbige  für  10  Dukaten  zu  tbeuer  fände,  so  sey  sie
ganz  beschämt  über  dessen  Benehmen,  und  babe  ihm  das
Geld  mitgegeben,  um  mich  für  die  Verabfolgung  der
Risse  zu  bitten  Ob  mir  nun  gleich  das  nunmehrige  Verlangen
  meiner  Risse  ehrenvoller,  als  die  erste  Uebergabe
schien,  so  welgerte  ich  mich  doch;  allein  mein  Hausfreund,
dem  ich  ein  neues  Kleid  anzuschaffen  versprochen,  war
trotz  meines  Widerstrebens  andrer  Meinung,  und  indem  er
die  Risse  aus  meinem  Portefeutlle  bolte,  äußerte  er,  daß
ich  bier  nicht  bloß  auf  meine  Ebre,  sondern  auch  auf  die
Rechnung  für  sein  neues  Kleid  zu  seben  bätte;  ich  mußte
somit  nachgeben,  und  die  Zeichnungen  öberlassen.

Bis  jetzt  habe  ich  noch  nichts  von  den  römischen
Feierlichkeiten  gesagt,  welche  besonders  die  Künftler  in-