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eine  ganz  eigene  komische  Welt  bilden,  wie  sie  Göthe  so
schön  beschrieben.  Eben  so  ergötzlich  ist  auch  der  Schluß
eines  solchen  Tages,  der  sich  gewöhnlich  mit  einem  Pferderennen,
  und  dem  Anzünden  der  Lichter  endigt,  worauf
dann  die  Masken  in  die  Tbeater  zum  Tanzen  zieben.
Von  den  kirchlichen  Festen,  welche  in  Rom  alliährlich
statt  sinden,  die  für  das  Studium  der  Künßler  von
großer  Bedeutung  sind,  und  treffliche  Vorbilder  in  Absicht
  auf  Kostüme  und  finnvolle  Anordnung  abgeben,  will
ich  nur  einiger  gedenken,  welche  auf  mich  einen  besondern
  Eindruck  gemacht.  So  war  mir  z.  B.  die  von  Sr.
päpflichen  Heiligkeit  am  Ostertag  gegebene  Benediction,
zu  welcher  viele  tausend  Menschen  aus  allen  Welttheilen
nach  Rom  wallfarthen,  eine  dußerst  interessante  Scene,
die  ich  nie  versäumte,  und  selbt  mit  Rührung  jedesmal
sab.  Eben  so  wohnte  ich  auch  mit  vielem  Interesse  der
Fußwaschung,  und  dem  in  der  Soxtinischen  Kapelle  am
grünen  Donnertag  und  Charfreitag  aufgeführten  Miserere
  bey,  wo  das  Auge  durch  die  von  den  anwesenden
Cardindlen,  Bischöfen  und  andern  Geistlichen  in  Gegenwart
  des  beiligen  Vaters  gebaltener  Feier  ergötzt
wird,  indeß  die  erbabenen  Töne  von  Lomelli  oder  Pergolesi
  von  mebr  als  80  Bassisten  und  Castraten  vorgetragen,
  das  Herz  in  unnennbare  Gefüble  einwiegen.  Besonders
  feierlich  war  mir  auch  die  Procession  am  Frohnleichnamstage,
  wo  die  Straße,  durch  welche  der  Zug  gebt,
oben  an  den  Häusern  ganz  mit  Tuch  überdeckt,  der
Boden  mit  rothem  Sand  und  Lorbeerblätter  bestreut  ist,
und  die  Häuser  zu  beiden  Seiten  an  den  Fenstern  mit
den  köstlichsten,  goldgestickten,  sammtnen  Draperien  be-9
