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merken,  welche  gewöbnlich  mit  großer  Kunst  und  optie
schen  Kenntniß  angeordnet  ist.  So  siebt  man  z  B.  zur
Weibnachtszeit  selbst  bei  Privatpersonen  die  sogenannte
Presepien,  welche  die  Geburt  Cbristi  vorstellen,  und
durch  das  Tageslicht  so  schön  beleuchtet  werden,  daß  sie
keine  bloße  künstliche  Vorstellung,  sondern  vielmehr  die
Natur  selbst  zu  seon  scheinen.  In  neuern  Zeiten  hat  man
zwar  mit  den  Transparenten  ebenfalls  die  Natur  in  täuschender
  Ansicht  nachzuahmen  gesucht;  allein  der  Esfect
dieser  Vorstellung  muß  jener  Anordnung,  welche  die  Gegenstände
  theatralisch  hinter  einander  stellt,  weit  weichen,
weil  dort  bloß  eine  zerstreute  und  gleichförmige  Beleuchtung
  statt  findet,  während  bei  den  Presepien  das  einfallende
  Licht  den  Gegensßtänden  selbst  Licht  und  Schatten
gibt.  Eine  eben  so  glückliche  und  auf  den  Effect  wohl
berechnete  nächtliche  Beleuchtung  ist  wohl  die  sogenannte
Kreuzbeleuchtung  am  Grünendonnerstag  und  Charfreitag
  in  der  St.  Peterskirche,  und  ich  wüßte  mich  nicht
zu  erinnern,  je  einen  schönern  und  größern  Essect  durch
das  Lampenlicht,  auf  verschiedene  Gegenstände  zugleich
angewandt,  geseben  zu  haben.  Beim  Eintritt  in  das
grobe  Schiff  der  Kirche,  wo  man  aus  dem  Dunkel  das
auf  der  Seite  des  Hochaltars  in  der  Luft  schwebende
Kreuz  erblickt,  das  sich  auf  der  bintern  Dunkelbeit  des
Cbors  ganz  rein  und  scharf  abbildet,  sein  Licht  auf
die  nahe  gelegenen  Gegensände  und  auf  die  unten  umberebenden
  Menschengruppen  ausbreitet,  und  auf
keine  Art  gestört  16,  weil  an  diesen  Tagen  beinabe  kein
andres  Licht  in  der  ganzen  Kirche  angesteckt  wird,  —  fäblt
man  sich  von  einem  heiligen  Schauer  durchdrungen,  der