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4  Ubr  unser  Nachthuartier  zu  suchen.  Indem  wir  uns  in
unser  Zimmer  führen  ließen,  kamen  wir  an  einem  Zimmer
  vorbei,  dessen  Thüre  offen  Ktand.  Hier  sah  ich  zwei
Reisende,  welche  halb  deutsch  und  balb  italienisch  sprachen,
  in  beftigem  Streit  mit  dem  Aufwärter.  Im  Vorbeigehen
  glaubte  ich,  den  einen  Herrn  zu  kennen,  und
blieb  in  der  Absicht,  diesen  Fremden  vielleicht  etwas  Angenebmes
  erweisen  zu  können  an  der  Thüre  stehen.  Der
Zank  detraf  die  überspannte  Federung  des  Kellners.
Plötzlich  kam  jetzt  der  vermeinte  Bekannte  auf  mich  zu,
und  sagte  ganz  erfreut:  Mein  lieber  Freund!  wie  kommen
  Sie  hieher?  Ich  war  nicht  wenig  überrascht  und
erfreut,  einen  meiner  Freunde  aus  Wien,  den  nachberigen
Kaiserlich  Königlichen  Oberhofarchitekt  von  Ammon,  vor  mir
zu  seben,  und  erzäblte  ihm  in  wenigen  Worten  den  Zweck
ansres  Ausflugs.  Ach!  mein  Lieber,  da  kommen  Sie  mir
wie  gerufen;  denn  ich  bin  auch  auf  dem  Wege  nach  Rom.
Mein  Onkel  in  Triest  bat  mir  diesen  Diener,  der  deutsch
und  italtenisch  spricht,  mitgegeben,  der  Bursche  scheint
aber  mit  Wirthen  und  Kellnern  gemeinschaftliche  Sache
zu  machen  und  mich  betrügen  zu  helfen.

Ich  suchte  jetzt  den  Streit  zu  vermitteln,  und  versicherte
  dem  Aufwärter,  daß  der  Fremde  für  Essen  und
Nachtlager  nicht  mebr  zu  bezahlen  bätte,  als  wir  für  uns
überein  gekommen  wären.  Dieser  gab  sich  damit  zufrteden,
  und  wir  überlieben  uns  jetzt  der  Freude  über  den
Zufall,  der  uns  nach  mehreren  Jahren  wieder  auf  eine
so  unerwartete  Art  zusammen  fübrte.  Hocherfreut,  auf
dieser  Excursion  in  die  Apenninen  viel  Interessantes
von  Kunst  und  Natur  gesehen,  und  auf  dem  Rückwege

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