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Unter  den  verschiedenen  Ausflügen,  welche
wir  nach  Tivoli,  Palästrino,  Albano,  Nemi  u.  f.  w.
gemacht,  will  ich  zuerst  meiner  zweimaligen  Reise  nach
Neapel  und  in  die  dortigen  Gegenden  gedenken,  indem
  diese  großes  Interesse  für  mich  hatte.  Die  erste
Relse,  die  ich  im  Frühjahr  1791,  vor  der  Reise  nach
Terni,  antrat,  machte  ich  in  Gesellschaft  des  Herrn  Profesor
  Hummel  aus  Berlin  und  Herrn  Bildhauer  Wolf
aus  Hessen  -Kassel  zu  Fuß,  um  unterwegs  alles  Interessante
  zu  zeichnen,  während  einige  andere  von  unfrer  Gesellschaft,
  einige  Tage  später  mit  Vetturini  uns  nach
Neapel  folgten.  Da  wir  schon  sehr  frühzeitig  von  Rom
abreissten,  solkamen  wir  Abends  4  Uhr  auf  unfrer  ersten
Station  in  Cisterna  an.  Als  wir  eben  in  das  Wirtbsbaus
  treten  wollten,  kamen  mehrere  Kerls  mit  Dolche#n
in  der  Hand  zur  Thüre  herausgestürzt,  und  balgten  sich
mit  einander  herum.  Dieser  Vorfall,  der  in  Italien
freilich  nicht  selten  ist,  und  wobei  gewöhnlich  mehrere
Personen  schwere  Wunden  oder  den  Tod  erhalten,  vermochte
  uns  zu  dem  Entschlusse,  weiter  zu  geben,  zumal
da  es  noch  ziemlich  boch  am  Tage  war.  Die  nächste
Poststation  lag  nur  3  kleine  Stunden  von  da,  in  den
pontinischen  Sümpfen.  Als  wir  auf  diesem  einzelnen
Postbaus  ganz  ermüdet  ankamen,  war  es  bereits  Nacht.
Auf  unsere  Frage,  ob  wir  ein  Nachtessen  und  Betten  haden
  könnten?  war  die  Antwort:  O  ja,  die  drei  Herren
müssen  sich  aber  mit  einem  Bette  begnügen.  Da  uns
nun  keine  Wabl  blieb,  so  baten  wir  den  Kellner,  er
möchte  uns  nur  gleich  das  Nachtessen  bringen,  denn  wir
sehnten  uns  nach  Nube.