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Da  bekanntlich  zu  Pius  VI  geit  die  vontinischen  Sümpfe
  ein  Freiort  für  alle  Mörder  waren,  und  sich  darum
nur  große  Verbrecher  in  denselben  aufbielten;  so  ließen
wir  uns,  während  des,  ziemlich  gut  bereiteten,  Nachtessens
mit  dem  Kellner  in  ein  Gespräch  ein,  indem  wir  ihn
fragten:  was  er  denn  begangen  babe,  daß  er  sich  in  dieser
  unfreundlichen  Gegend  aufbalte?  Eine  Kleinigkeit,
gab  er  uns  zur  Antwort:  ich  habe  meine  Mutter  erstochen,
  weil  sie  mich  einen  schlechten  Kerl  gescholten  und
mich  dadurch  in  Zorn  und  Furie  gebracht  bat;  doch,
setzte  er  binzu,  sev  dies  nicht  die  nächste  Ursache,  warum
er  sich  dabin  gestüchtet,  denn  um  seine  Mutter  würde
sich  Niemand  bekümmert  lbaben.  Allein  nun  habe  ihm
der  böse  Geist  eingegeben,  einen  Livree-Bedienten  des
Prinzen  N.  zu  erstechen,  und  da  wir  in  Rom  bekannt
wären,  so  wüßten  wir  ja,  daß  so  etwas  gar  boch  aufgenommen
  würde.  Doch  glaubte  er  längßens  in  einem
ZJabr  wieder  nach  Haus  geben  zu  können,  weil  alsdann
diese  Mordgeschichte  vergessen  seyn  werde.  Um  nun  diesen
  Kerl  uns  geneigt  zu  machen,  bedauerten  wir  ihn  als
einen  guten  Menschen  wegen  seines  harten  Schicksals,
und  fragten  ibn  dann  auch:  was  denn  der  Herr  Postmeister
  begangen,  daß  er  hier  im  Exil  wohne:  Ja,
meine  Herren,  dieses  ist  eine  andere  Sache,  der  ist
nicht  so  ganz  unschuldig  wie  ich;  denn  er  hatte  öfters
  das  Unglück,  Mordthaten  zu  begeben,  und
nahm  zuletzt  auch  Antheil  an  der  Ermordung  eines
Abbate.  Indem  wir  nun  bei  dieser  Erzählung  die  übrigen
  Gäste,  welche  noch  in  der  Wirtbsstube  herumsaßen,
aufmerksam  betrachteten,  wandelte  uns  doch  ein  kleines