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schön  und  interessant  übrigens  die  Tempel,  das  Stadttbor,
die  Stadtmauer  und  die  übrigen  Ruinen  von  Pästum
für  jeden  Künstler  und  Gelebrten  sind,  so  mußten  wir
jedoch  unsere  Wißbegierde,  wegen  Mangel  an  Lebensmitteln
  und  einer  ordentlichen  Wohnung  mit  sehr  viel  Unbequemlichkeiten
  bezahlen.  Wir  fanden  dort  blos  eine
kleine,  arme  Hirtenfamilie  und  einen  Mann,  welcher  sich
für  einen  neapolitanischen  Invaliden  ausgab  und  in  einem
alten  Hause  Wirtbschaft  trieb.  Allein  er  konnte  uns
nichts  vorsetzen,  als  etwas  Wein  und  einige  Brocken
alten  Brodes.  Wir  hatten  den  Febler  begangen,  von
Salerno  keine  Lebensmittel  mitzunebmen,  und  der  ganze
Vorratb,  den  wir  in  Pästum  fanden,  wurde  von  uns
schon  beim  ersten  Mittagstische  verzehrt.  Nachdem  wir
nun  den  ganzen  Nachmittag  in  dem  alten  Pästum  unter
den  Trümmern  seiner  ehemaligen  Herrlichkeit,  zugebracht,
und  so  viel  wie  möglich  gezeichnet  batten,  kehrten  wir
ziemlich  ermüdet  und  hungrig  gegen  Abend  in  unser
Quartier  zurück,  um  die  Nacht  daselbst  auszuruhen.
Aber  leider  war  das  Haus  so  baufällig,  daß  wir  uns  in
Icht  zu  nebmen  hatten,  daß  das  Gebälk  nicht  mit  uns
zusammen  brach,  und  wir  in  den  untern  Stock  fielen.
Ich  und  einer  meiner  Freunde,  welche  die  schwersten  in
der  Gesellschaft  waren,  durften  daher  nicht  in  die  Mitte
des  Zimmers  treten,  sondern  blos  an  den  Wänden  herum
geben,  um  einen  möglichen  Einfturz  zu  verbüten.  Dabei
lag  das  Haus  in  dieser  jetzt  ganz  sumpfigen  Einöde  dußerst
traurig,  und  gewährte  keine  Sicherheit  gegen  einen  nächtlichen
  Ueberfall  von  Banditen  und  Dieben,  die  uns  hier
in  die  andere  Welt  schicken  konnten,  ohne  daß  eine  Spur