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von  uns  geblieben  wäre.  Ein  Zufall  steigerte  noch  diese
Besorgnisse.  Wir  hatten  uns  nämlich  bereits  seit  einer
Stunde  zur  Rube  begeben,  da  hörten  wir  auf  einmal
singen  und  ein  Getöse  von  vielen  Menschen.  Erschrocken
über  diesen  unerwarteten  Besuch  gegen  Mitternacht,  öffneten
  wir,  leise  und  behutsam,  den  innern  Laden  des  Zimmers
  ein  wenig,  und  ob  wir  gleich  den  schönsten  Prospekt
von  Pästum  vor  uns  batten,  dessen  Tempel  sich  beim  Leuchten
  des  Vollmonds  ganz  schwarz  in  dem  angrenzenden
Meere  abbildeten,  wich  doch  jeder  andre  Eindruck  dem
Schrecken,  der  uns  ergrif,  als  wir  vorn  an  dem  mittlern
  großen  Tempel  ein  großes  Feuer  erblickten,  um  welches
  sich  wohl  gegen  100  Menschen  von  jedem  Alter  und
Geschlecht  gelagert  hatten,  die  mit  Scherz  und  Gesang
die  Zeit  verkürzten.  Hatzig  warfen  wir  uns  in  die
Kleider,  und  eilten  hinunter,  um  unsern  alten  Hauswirtb
  zu  fragen,  wie  diese  Leute  biebergekommen,  und
was  sie  wollten?  Seine  Antwort  klang  jedoch  sehr  berubigend.
  In  der  Nachbarschaft,  einige  Stunden  von  Pstum,
  wurde  am  nächsten  Morgen  ein  großes  Madonnenfest
  gefeiert,  zu  welchem  diese  Menschen  zogen;  dies  geschab
  alle  Jahre,  und  dabei  pflegten  die  Walfabrer  gewöhnlich
  unter  den  Ruinen  auszuruhen  und  den  Anbruch
der  Morgenrötbe  zu  erwarten.  "

Von  aller  Furcht  befreit  baten  wir  jetzt  den  Wirtb,
die  Leute  zu  fragen,  ob  sie  uns  nicht  für  Geld  und  gute
Worte  etwas  zu  essen  und  trinken  geben  wollten,  indem
wir  sonst  in  der  Frühe  wieder  abreisen  müßten,  denn  an
ein  langes  Fasten  seyen  wir  nicht  gewöhnr.  Der  Mann
kam  bald  mit  der  Antwort  zurück,  wie  diese  Pilger  be-