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keit  des  Prinzen  Borgia  und  seiner  verebrungswürdigen
Gemablin  erwähnen,  die  sie  uns  bei  unserer  Durchreise
durch  Velletri  erwiesen,  als  wir  das  so  berühmte  Kabinet
von  Altertbüämern  sehen  wollten.  Wir  kamen  etwas  spät
und  böchstens  2  Stunden  vor  Nacht  in  Velletri  und  im
Balaste  des  Prinzen  an,  um  die  Borgbesische  Sammlungwelche
  nachber  von  den  Franzosen  beinabe  ganz  verbrannt
und  zerstört  wurde,  in  Augenschein  zu  nehmen.  Auf  der
Treppe  begegnete  uns  eine  Dame.  Auf  unfre  Frage,
wohin  man  sich  wenden  müsse,  um  das  Kabinet  des
Prinzen  zu  sehen,  antwortete  sie:  Wir  sollten  nur  noch
die  Treppe  binauf  gehen,  und  dann  rechts  an  der  Thöre
die  Glocke  ziehen.  Nachdem  wir  bieses  getban,  kam  alsbald
  eine  stattliche  Dame  und  fragte  uns  um  unser  Begebren.
  Mit  Schüchternheit,  indem  wir  nun  wohl  merkten,
  daß  wir  an  die  unrechte  Tbüre  gekommen,  entschuldigten
  wir  uns  wegen  dieses  Irrthums,  wir  seyen  Fremde
und  die  so  berühmte  Kunstsammlung  des  Prinzen  babe  uns
bergefübrt.  Meine  Herren,  erwiederte  sie,  Sie  sind  recht
gegangen,  kommen  Sie  nur  herein,  mein  Gemahl  macht
zwar  einen  kleinen  Spaziergang,  allein  er  wird  in  kurzer
Zeit  zurückkommen,  und  ihnen  daun  seine  Antiquen=Sammlung
  mit  Vergnägen  selbü  zeigen.  Als  wir  in  das
Zimmer  getreten  waren,  und  sie  den  Eingang  binter  uns
wieder  schloß,  nöthigte  uns  die  Dame  in  das  zweite  anstoßende
  Zimmer,  wo  sie  gerade  einen  großen  Besuch  von
den  ersten  Fürstinnen  Roms  wegen  ihres  Namenstags  batte.
Wir  entschuldigten  uns,  nicht  wenig  verlegen,  wegen  unseres
Reiseanzugs,  der  noch  obendrein  mit  Staub  bedeckt  war,
aber  die  erlauchte  Dame  führte  uns  mit  äusserster  Freund-