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wohlbeleuchteten  Säle,  welche  beinabe  ganz  ausgefüllt
waren  mit  altrömischen  und  griechischen,  insbesondere
aber  mit  egyptischen  Alterthümern,  auf  deren  Wichtigkeit
uns  der  sebr  unterrichtete  Besitzer  aufmerksam  machte,
und  uns  auf  diese  Weise  bis  gegen  Mitternacht  sehr  lehrreich
  und  freundlich  unterhielt.

Dieses  ist  ohngefähr  das  Merkwürdigste  meiner  ersten
Reise  nach  Neapel.  Zwei  Jahre  später,  im  Frühijabhr
1796,  unternahm  ich  eine  zwette  Reise  dahin,  von  welcher
ich  noch  einiges  erzählen  will.

Abgeschreckt  durch  die  Unannebmlichkeiten,  welche
mir  auf  meiner  ersten  Fußreise  auf  dem  Wege  von  Rom
nach  Neapel  begegneten,  machte  ich  diesesmal  diese  Reise
nebst  drei  andern  Künstlern,  mit  einem  Vetturin.  Außer
einigen  Zänkereien,  welche  wir  mit  unserm  groben  aus
Bologna  gebürtigen  Vetturin  batten,  weil  derselbe  gegen
unsern  in  Rom  abgeschlossenen  Vertrag,  nirgends  verweilen,
  sondern  uns  gerade  wie  ordinädre  Reisende,  die  unterwegs
  nichts  anspricht,  an  Ort  und  Stelle  bringen  wollte,
kamen  wir  endlich  ziemlich  gut  und  wohlbehalten  in  Neapel
an.  Es  war  an  einem  Sonntage,  Abends  zwischen  4  und
5  Uhr,  als  wir  durch  eine  mit  Menschen  und  Pferden
angefüllte  Straße  fubren,  in  welcher  das  erste  Wirtbsbaus
  lag.  Hier  verlangte  der  Vetturin,  daß  wir  abßeigen
sollten,  indem  wir  nun  in  Neapel  sepen,  und  er  seinen
Vertrag  gegen  uns  erfüllt  babe.  Wir  antworteten,  daß
wir  unfre  Einkehr  keineswegs  in  diesem  Gasthause  nehmen
  wollten,  indem  eine  Wohnung  für  uns  bereits  in
einem  andern  in  der  Gegend  vom  Molo  im  Aquila  negro
(schwarzen  Adler)  bestellt  sey.  Dieser  Streit  veranlaßte,