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die  Merkwürdigkeiten  der  noch  vorhandenen  altgriechischen
Tempel  fehlen,  indem  diese,  was  ich  auch  schon  in  meiner
  Schrift  über  die  wesentlichen  Tbeile  der  Säulenordnung
  bemerkte,  wegen  threr  eigenen  Kon#truction  für  den
Archirekten  sehr  interessant  und  lehrreich  find.

Es  sind  jetzt  zwanzig  Jahre,  seit  ich  im  schönen  Neapel
  war,  aber  noch  in  diesem  Augenblicke  steht  das  Bild
lebendig  vor  meiner  Seele,  und  ich  weile  in  himmlischer
Erinnerung  bei  Capo  di  minora  Como  und  an  Posilippo's
Lorbeerbaum,  wo  ich  mir  von  Virgils  Grab  einen  Zweig
pflückte.

Nur  noch  einige  Bemerkungen  über  die  Wasserleitung
von  Caserta  und  die  unter  dem  Berg  gezogene  Straße
von  Posilippo.  Die  Zeit,  da  die  beinabe  eine  balbe
Stunde  lange  durch  den  Berg  gezogene  Communications=Straße
  von  Neapel  nach  Bajä  gemacht  wurde,  ist  nicht
genau  bekannt.  Nach  Einigen  geschab  es  unter  August,
auf  Befehl  des  Agrippa,  durch  zwei  Freigelassene,  welche
die  Baukunst  erlernt  batten.

Wenn  ich  erwäge,  daß  nun  Caserta  durch  seine  Aquaducten
  sortwäbhrend  Wasser  erhält,  und  daß  durch  die  unterirdische
  Straße  von  Poüfllippo  täglich  mebrere  1000
Menschen,  welche  von  der  Ebene  Neapels  nach  Bajä  oder
umgekebrt  von  da  nach  Neapel  zieben,  viele  Zeit  gespart
wird,  die  sie  sonst  wegen  des  Umwegs  über  den  bohen
Berg  verloren,  so  ist  eine  solche  Unternebmung  eine
Wobltbat  für  Jabrtausende,  und  ein  Monument,  das
noch  die  spätesten  Nachkommen  (wie  wir  jetzt  noch  nach
4800  Jahren)  bewundern  und  dankbar  benätzen.