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Da  ich  bereits  schon  bei  meiner  ersten  Reise  in  Neapel
alles  Merkwürdige,  was  mich  besonders  angesprochen,
bemerkt  babe,  so  will  ich  nur  meine  Rückreise  nach  Rom
noch  kurz  beschreiben.

Von  Neapel  nahm  ich  mit  4  andern  Künßlern  den
Weg  über  alt  und  neu  Capug  nach  Monte  Cafino,  um
daselbst  in  der  Nähe  die  noch  übrigen  Reste  der  alten
Stadt  Germanum,  so  wie  auch  die  in  dem  dasigen  Kloßer
befindliche  beilige  Familie  von  Raphael  zu  seben.

Mit  der  humanßen  Gasfreundschaft  wurden  wir  von
dem  dort  wohnenden  Oberhaupt  des  Benediktiner-Ordens
aufgenommen,  und  während  wir  einige  Tage  bindurch  die
Kunßsachen  und  Merkwürdigkeiten  untersuchten,  mit  der
größten  Freundlichkeit  bewirtbet.  Der  Generalprior  gab
uns  2  von  seinen  gelehrtesten  Ordensbrüdern  als  Gesellschafter,
  welche  uns  den  ganzen  Tag  über  begleiteten,  und
auf  alles  Interessante  in  der  Gegend  aufmerksam  machten.
Ich  war  sehr  bemüht,  den  Ort  aufzuspüren,  wo  die  Villa
des  Varus  stand,  und  das  von  ibm  beschriebene  Vogelbaus
  in  der  Näbe  einer  starken  Quelle,  die  in  einen  vorbeiziehenden
  Fluß  sich  ergieht.  Allein  die  Zeit  hat  diese
Gegend  so  wie  die  Menschen  daselbst  viel  zu  sehr  verwandelt,
  als  daß  man  außer  einigen  Ruinen  von  Mauerwerk
noch  weitere  Spuren  dieser  ehemals  so  cultivirten  Gegend
finden  könnte.

Von  Monte  Cafino  nahmen  wir  unsern  Weg  nach
Isola  di  Sora,  in  welcher  Gegend,  wie  man  sagt,
Cicero  ein  ziemlich  beträchtliches  Landhaus  gehabt  baben
soll.  Dieses  jetzt  noch  so  schöne  Städtchen  liegt  auf  einem
Felsen,  gegen  den  sich  der  Fluß  wendet,  und  sich  dann