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links  und  rechts  neben  dem  Städtchen  in  2  Arme  tbeilt,
und  vorn,  wo  das  Städtchen  aufbört,  auf  beiden
Seiten  sehr  boch  herunter  fallt,  und  Wasserfälle  bildet,
  wodurch  eine  der  berrlichsten  Anschten  entstebt,
indem  noch  außerdem  die  Brücken,  welche  in  das
Städtchen  fübren,  über  den  beiden  Waseserfällen  sich  befinden,
  und  so  mit  dem  Bilde  von  unten,  wo  man  das
Städtchen  mit  den  Wasserfällen  übersieht,  ein  ganz  eigenes
  Anseben  geben.  Von  bier  aus  gingen  wir  über  St.
Patria,  und  da  wir  daselbst  kein  Nachtquartier  fanden,
so  mußten  wir  noch  Abends  spät  bis  Urbino,  dem  Geburtsorte
  des  Cicero,  wo  wir  erst  gegen  Mitternacht  ankamen,
  weil  wir  den  Weg  nicht  fanden  und  obne  Führer
suchen  mußten.  Der  unfrige  batte  sich  davon  gemacht,
als  er  uns  zusammen  hatte  deutsch  reden  bören,  und  diese
Sprache  nicht  versteben  konnte.  Als  wir  daselbst  in  dem
sogenannten  Gaßbofe  abtraten,  der  eine  bloße  erbärmliche
Schenke  war,  in  welcher  sich  gewöhnlich  die  Spiri  aufzuhalten
  pflegten,  hatten  wir  einen  sonderbaren  Auftritt,
indem  ein  eben  daselbst  befindlicher  Haufe  dieser  Leute
glaubten,  wir  gebörten  in  Neapel  zu  einer  Verschwörung,
und  hätten  die  Flucht  auf  wenig  betretenen  Wegen  genommen
  und  in  eine  Gegend,  wobin  damals  selten  ein
Fremder  kam.  «

Die,  Wirthin,  eine  Wittwe,  wollte  uns  daber
gar  nicht  beberbergen,  und  einige  der  Spiri  gingen,
weckten  den  ganzen  Magistrat,  und  brachten  ibn  mit
vielen  andern  Leuten  in  die  Schenke,  wäbrend  wir  uns
mit  der  Wirtbin  herumzankten,  und  mit  Ungestüm  ein
Nachtlager  verlangten.  Nachdem  uns  nun  die  Spiri  mit