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bei  einer  Belagerung  der  Stadt  sehr  leicht,  und  ohne  den
Ort  der  Oeffnung  zu  bemerken,  vermauert  werden,  und
das  Ganze  bot  einen  interessanten  Anblick  dar.

Von  hieraus  kamen  wir  in  das  Lyris-Thal,  um  baselbst
  den  Ausfluß  (Emissarlo)  des  Lago  fucino,  welchen
Kaiser  Claudius  machen  ließ,  zu  seben,  indem  ich  die
Zeichnungen  über  diesen  so  merkwürdigen  Emissario  auf
Bestellung  des  Herrn  Grafen  Münster  für  Sr.  Königl.
Hoheit  den  Prinzen  August  von  England  zu  fertigen  hatte,
weshalb  ich  denselben  genau  untersuchte,  und  dabet  auch
bemerkte,  was  man  zuvor  noch  nicht  wußte,  daß  dieser
Emissario,  nachdem  er  das  Wasser  des  fuzinischen  Sees
abgeleitet,  zu  einer  Communiceationsstraße  zweier  an  Getreide
  und  Viehzucht  reichen  Thäler  gedient  babe,  indem
sonst  der  Zugang  nur  über  die  boben  Gebirge,  wie  jetzt,
wo  der  ganze  Emissario  durch  Verwahrlofsung  und  die  Zekt
wieder  verschüttet  worden,  statt  haben  konnte.

Nach  Tacitus  (Annalen  lib.  XII.  &amp;.  56.  57.)  und  andern
  römischen  Schriftstellern,  ließ  Kaiser  Claudius  an  dem
über  eine  deutsche  Stunde  langen  Emissario,  der  durch  ein
bobes  Kalkgebirge  geht  und  die  Austrocknung  des  fuzinischen
  Sees  bezwecken  sollte,  gegen  11  Jabre  mit  30,000
Menschen  arbeiten;  und  da  er  den  Auslauf  des  Wassers
im  Angesicht  vieler  tausend  Menschen,  die  er  aus  seinem
ganzen  unermeßlichen  Reiche  biezu  einladen  ließ,  bewerk-Kelligen
  wollte,  so  geschaben  mebrere  Unglücksfdlle.  Um
das  allgemeine  Interesse  für  die  Austrocknung  dieses  Sees
zu  erregen,  ließ  er  den  ganzen  Umkrets  desselben,  welcher
gegen  36  italienische  Meilen  beträgt,  mit  Gradinen  oder