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Sitbbänken  für  die  Zuschauer  umfassen,  um  gleichsam  das
Schauspiel  einer  Naumachie  zu  geben.  Zwischen  den  Gradinen
  wurden  hie  und  da  hohe  Thürme  errichtet,  von
welchen  die  Soldaten  Steine  auf  die  Schiffe  der  Selaven
warfen,  die  30,000  an  der  Zahl  ein  Seetreffen  geben  mußten,
  um  die  Streitenden  biedurch  zum  ern#tlichen  Kampf
anzutreiben.  Da  es  aber  nach  geendigtem  Seetreffen,  in
welchem  eine  große  Menge  Selaven  umgekommen  seyn  soll,
dem  Kaiser  mißlang,  diesen  See  im  Angesicht  der  Zuschauer
  ganz  bis  auf  den  Grund  ablaufen  zu  lassen,  weil
der  Baumeister  den  Emissar  nicht  tief  genug  angelegt
batte,  so  unternahm  man  eine  größere  Vertiefung  desselben
  während  der  folgenden  drei  Jabre.  Bei  dieser
Veranlassung  ließ  Claudius  zu  einer  zweiten  großen  Feierlichkeit
  bei  dem  Einlauf  in  den  Emissar  ein  großes  Amphithbeater
  errichten,  um  in  demselben  ein  Kampf  und
Fechtspiel  zu  Lande  zu  geben,  während  der  See  unter
dem  Amnphitheater  auslaufen  sollte.  Die  Exekution  dieses
  neuen  Projekts  gelang  zwar  vollkommen,  allein  als
das  über  dem  Emissar  gewölbte  Theater  von  Zuschauern
angefüllt  war,  und  die  Schleusen  nun  zum  Ablaufe  des
Wassers  aufgezogen  wurden,  so  schoß  selbiges  mit  einer
solchen  Heftigkeit  in  den  Emissar,  daß  der  Boden  des
Amphitbeaters  zersprang,  das  Gebäude  zusammenstürzte,
und  mehrere  tausfende  von  den  Zuschauern,  welche  hier
das  Fechterspiel  ansehen  und  nach  Beendigung  desselben
trockenen  Fußes  über  die  Stätte  des  Sees  gehen  wollten?
ihren  Tod  fanden.

So  groß  und  gemeinnützig  auch  die  Unternehmung
des.  Clandius  in  Hinscht  auf  die  Anstrocknung  des  fuzi-