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nischen  Sees  war,  so  erlaubte  es  die  Eifersucht  der  auf
ibn  folgenden  Kaiser  doch  nicht,  etwas  für  die  Unterhaltung
  zu  thun,  sondern  sie  ließen  dieses  kühne  Werk  nach
und  nach  zerfallen.  In  diesem  Zustand  und  gerade  in  der
Zeit,  als  der  König  von  Neapel  einen  Tbeil  dieses  Emissars
  von  dem  Ausflusse  an,  ausgegraben,  die  Arbeit  aber,
wegen  des  franzöüschen  Revolutionskriegs  wieder  eingestellt
  hatte,  besuchte  ich  diese  so  interessante  Gegend.
Von  dem  geöffneten  Ausfluß,  in  den  man  einige  100
Schritte  gehen  konnte,  nahmen  wir  den  Weg  oben  über
das  Gebürg  zu  dem  See  und  dem  Einflusse,  welcher  noch
in  völligem  Ruin  lag.  Der  Anblick  war  in  mancher  Hinsicht
  interessant,  indem  noch  vieles  von  den  Resten  des
Ampbitbeaters  und  der  Logen,  von  welchen  der  Kaiser
zu  gleicher  Zeit  in  das  Amphithearer  und  auf  den  auslaufenden
  See  batte  seben  können  u.  a.  m.  vorbanden
ist.  Dem  Emissar  gegen  über  in.  der  Nähe  des  Sees  erblickten
  wir  die  ehrwürdigen  Ueberreste  der  alten  Stadt
Alba.

Unter  den  dasigen  Ruinen  besinden  sich  die  Reste  eines
Tempels  von  alter  dorischer  Säulenordnung,  bei  welchem
auf  eine  sehr  sinnreiche  Art  die  Tryglipben  auf  dem  Mauerwerk
  ohne  Architrav  ruben.  Viele  Architekten  wollen
sch  in  unsern  Zeiten  diese  Freibeit  nichr  erlauben,  allein
sie  ist  im  strengsten  Sinn  genommen,  ganz  mit  der  Con-Kruction
  des  dorischen  Hauptgebälks  übereinfimmend,  und
ich  babe  mich  auch  schon  dieser  Freibeit  mit  Vortbeil  bedient.


Bei  diesem  See  auf  dem  Wege  nach  Tagliogozo,  kam
ich  über  den  Fluß,  worin  sich  einß  meine  deutschen  Lands-