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sebr  schöner  Mondschein  war,  und  wir  einigen  Freunden
ein  Rendez-  vous  auf  diesen  Tag  in  Divoli  gegeben  batten,
  so  setzten  wir  von  da  aus  unsere  Reise  auf  Eseln
vollends  bis  Divoli  fort,  wo  wir  erst  gegen  Morgen  1  bis
2  Ubr  ankamen.  Von  dem  so  schönen  und  interessanten
Tivoli,  dem  Sommerlieblings-Aufenthalte  der  alten  Römer,
  will  ich  nur  noch  im  Allgemeinen  anmerken,  daß  ich
die  dasigen  Ruinen,  die  Villa  des  Cassius,  Varus  und  besonders
  die  Villa  Adriana  mit  dusserster  Aufmerksamkeit
  nach  den  bekannten  piranesischen  Plänen  mehrmal
durchgangen,  und  an  der  Construction  des  Mauerwerks
und  andern  vorber  unbekannt  gewesenen  Merkmahlen  manches
  Interessante  entdeckt  habe,  indem  hier  mit  äusserstem
Scharfsinn  oft  die  Zimmer,  die  sich  an  Erdbügel  lehnen,
gegen  die  Feuchtigkeit  gebaut  sind,  und  man  physische  Kenntnisse
  angewendet  sieht,  auf  die  man  beut  zu  Tage  so  wenig
reslectirt.  Die  praktische  Ansicht,  die  ich  mir  in  der  Kenntniß
  der  alten  Mauerwerke,  rücksichtlich  ibres  Zeitalters,
ihres  Zwecks  und  Stols,  eben  so  wie  in  den  übrigen  Kunstwerken
  erwarb,  brachten  mir  besonders  in  den  letzten  Labren
  meines  römischen  Aufenthalts,  wo  die  meisten  fremden
Antiqnare  wegen  der  unrubigen  Zeiten  sich  entfernt  hatten,
manche  Empfehlung,  wodurch  ich  oft  genöthiget  war,
mit  fremden  Reisenden  oder  auch  andern  Personen  antiquarische
  Ausflüge  zu  den  in  Nom  oder  ausserbalb  in  der
Gegend  gelegenen  Alrerthümern  zu  machen.

Ich  will  nur  einige  dieser  Excursionen  hier  anführen,
die  mehr  oder  minder  ernsthaft  und  für  meine  Lebensgeschichte
  merkwürdig  waren.  Im  Jahr  1798  geschab  es,
daß  sich  die  Galioten  der  beiden  päbstlichen  Galeeren  zu

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