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sie  nach  Palestrina  zu  begleiten,  wo  ich  schon  zuvor  einigemal
  war,  und  ihnen  die  Ruinen  des  so  berühmten  Fortung-Tempels
  zu  zeigen  und  untersuchen  zu  helfen.

Nach  den  Zeitungsnachrichten  hatte  man  damals  zu
Palestrina  mehrere  Arcaden,  in  welchen  Statuen  in  Nischen
  standen,  entdeckt.  Dieser  Ort,  ehemals  einer  der
glänzendsten  und  berühmtesten  Punkte  in  Italien,  von
dessen  Entstehung  die  Geschichte  beinahe  gar  nichts  weiß,
war  viel  zu  wenig  bekannt,  und  scheint  nach  den  noch  dafelbst
  vorhandenen  Ueberresten  des  Tempels,  welche  so
weitläusig  sind,  daß  die  gegenwärtig  ziemlich  große  Stadt
Palestrina  kaum  den  halben  Raum  desselben  einnimmt,  zu
Horaz  Zeiten  (der  davon  Erwäbnung  thut)  wie  der  ephesische
  Diana=  Tempel  berühmt  gewesen  zu  seyn.

Mit  einem  meiner  Freunde,  dem  verstorbenen  Hrn.
Hofkupferstecher  Morage  von  Stuttgart,  welcher  wäábrend
seines  Aufenthalts  in  Rom  noch  nicht  aus  der  Stadt  gekommen
  war  und  mit  une  diese  Reise  machen  wollte,  trat
ich  den  Weg  nach  Tivoli  an.  Nach  der  Verabredung
wollten  wir  dort  die  andern  Freunde  zur  Reise  nach  Palestrina
  abholen.  Da  es  in  der  Gegend  von  Rom  im  Sommer
  wegen  der  Aria  cattiva  nicht  räthlich  ist,  den  Ort  wo
man  schläft,  häusig  zu  wechseln,  und  viele  sogar  behaupten,
  daß  man  ohne  Gefahr  nicht  einmal  von  der  schlechten
Luft  weg  in  der  guten  schlafen  dürfe,  so  traten  wir  in
einigen  Tagen,  nachdem  wir  alles  Merkwürdige  in  Pale-Krina
  gesehen,  schon  Morgens  2  Uhr,  bei  sehr  schönem
Mondschein,  unfre  Rückreise  nach  Rom  an,  um  in  einem
Tag  dahin  zu  kommen,  und  unterwegs  nicht  über  Nacht
bleiben  zu  müssen.  Ueberhaupt  sind  die  Nchte  so  klar,  daß