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9  Miglien  von  da  gelegenen  Gabi,  um  diesen  in  der  Geschichte
  merkwürdigen  Ort,  dessen  Einnahme  den  alten
Römern  so  schwer  wurde,  und  die  daselbst  noch  vorbandenen
  Ruinen  nebst  den  Exkavationen,  welche  dazumal  der
Prinz  Borghese  mit  einem  glänzenden  Erfolg  betrieb,  zu
seben.  Von  hier  aus  reisten  wir  nach  Frascati  und  dem
alten  Tusculum,  wo,  neben  andern  Merkwürdigkeiten,  auch
noch  ein  Gebdude,  welches  man  für  das  ehemalige  Haus
des  Cicero  ausgeben  will,  die  Aufmerksamkeit  auf  sich  ziebt.
Frascati  ist  nach  meinem  Erachten  eines  der  schönsten  und
angenebmsten  Städtchen  in  Italien.  Wegen  seiner  reizenden,
  fruchtbaren  und  gesunden  Lage,  wie  auch  wegen
der  vielen  mit  dem  Städtchen  in  Verbindung  slebenden
Villen,  Cafinen  2c.  2c.  ist  es  gegenwärtig  der  Lieblingsort
der  reichen  Römer,  die  bier  ihr  Tivoli  wiedergefunden
baben.  Von  da  nahmen  wir  den  gewöhnlichen  Weg  der
Fremden  nach  Grotta  Ferrata,  um  die  dalligen  Fresko-Gemälde
  des  Domenichino  zu  seben,  und  gingen  dann  nach
Rocca  di  Pape,  wo  Hannibal  sein  Lager  hatte,  nachdem  er
das  römische  Heer  geschlagen,  und  die  Stadt  Rom  belagert.
Von  hier  aus  verfolgten  wir  dann  den  Weg  über  Gabi,
als  der  böchsten  Spitze  des  lateinischen  Gebirgs,  wo  ebemals
  ein  Tempel  des  Jupiter  hand,  und  sich  alle  mit  Rom
verbüändeten  Völkerschaften  alljdbrlich  versammelten,  bis
nach  Albano  fort.  In  Albano  blieben  wir  6  Tage,  um
die  nabe  gelegenen  Oerter  Palazuoli,  Grotta  Ferrata,
den  Emissar  vom  Lago  d'Albano,  Nemi,  Civita  alla  Vigna
zu  besuchen,  von  welchem  letztern  Ort  das  Meer  um  eine
balbe  Stunde  Wegs  zurück  getreten,  und  noch  die  Ringe,