in  großer  Gesellschaft  ausreiten,  in  der  heitern  Stimmung,
  wie  frische  Jugend  und  der  schöne  Himmel
Iraliens  sie  hervorrufen  müssen,  allerlei  Schwänke  und
Muthwillen  treiben.

In  Tivoli  ist  der  Eselsritt  so  gewöbnlich,  daß  der
Wirtb  denselben  zur  Zeche  schlägt,  wenn  man  sich  gleich
kelner  Esel  bedient.  Zu  meiner  Zeit  zablte  der  Künßtler
für  Wohnung,  den  Esel,  das  Essen  und  Wein  so  viel
man  trinken  mochte,  4  Paoli  für  den  Tag;  gegenwärtig
soll  die  Zeche  täglich  nur  um  einen  Paolo  geßtiegen  seon.

Als  wir  ungefähr  in  der  Mitte  der  Villa  Adriana
vor  den  sogenannten  Bädern  auf  unsern  Eseln  ankamen,
mußtren  wir  vor  einer  verschlossenen  Tbüre,  welche  einen
Tbeil  dieses  Terrains  als  eine  besondere  Vigna  abschnitt,
Halt  machen,  und  daselbst  anklopfen,  und  den  Vignajuolo
rufen,  daß  er  uns  die  Thüre  öffne,  und  uns  einen  Theil
der  Villa  betrachten  lasse.  Inzwischen  kürzte  Scheiblers
Esel  zu  Boden,  so  daß  er  mit  dem  Thier  nicht  ganz  sanft
im  Sande  zu  liegen  kam.  Aergerlich  über  diese  unangenehme
  Absetzung,  raffte  sich  Scheibler  schnell  wieder  zusammen,
  sprang  auf  und  nahm  seinen  Esel  am  Strick,  welchen
  er  statt  des  Saumes  um  das  Maul  des  Esels  gebunden
batte,  um  selbigen  auf  diese  Art  wieder  aufzuprügeln.
Als  er  das  Thier  vorn  am  Kopf  aufzog,  so  fiel  es  hinten
bei  einem  jeden  Stockstreiche  tiefer  in  den  Boden  binein,
und  es  war  ganz  sonderbar  anzuseben,  wie  zuerst  die
Beine  des  Esels,  dann  sein  Hintertheil  bis  an  den  Sattel
  auf  festem  Erdreich,  obne  daß  wir  im  Augenblicke  die
Ursache  wahrnehmen  konnten,  verschwand.  Da  nun  endlich
  der  weitere  Theil  des  Esels  mit  dem  Sattel,  der