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fingen  täglich  mebr  zu  verffegen  an.  Ein  jeder  Fremde
war  zu  dieser  Zeit  in  Rom  jeden  Tag  in  Gefabr,  bestoblen
  oder  wegen  Meinungen  angetastet  oder  auch  gar  ermordet
  zu  werden.  Obgleich  die  päbstliche  Reglerung
durch  tägliche  Volkspredigten  und  Mirakel,  wie  schon  bemerkt,
  das  Volk  zu  besänftigen,  und  für  das  kommende
Uebel  vorzubereiten  suchte,  so  war  es  ihr  doch  nicht  möglich,
  die  Excesse  wegen  Nahrungssorgen  und  volitischen
Meinungen  zu  bemmen.

Anfangs  und  nachdem  ich  im  zweiten  Jabr  in  Rom
ganz  ungestört  fort  lebte,  hatte  ich  blos  bei  Ermordung
des  französsschen  Chargé  d'Affaires,  Mr.  Basseville,  (1792)
etwas  weniges  durch  den  Wechsel  der  Zeit  zu  leiden,  und
bis  1796,  wo  sich  die  französische  Revolution  und  franzöüsche
  Herrschaft  immer  mehr  und  mehr  in  Italien  ausbreiteten,
  konnten  die  deutschen  Künstler  auch  ziemlich
ungestört  ihr  Studium  in  Rom  fortsetzen.  Allein  nach
der  Einnahme  von  Mantua  und  nachdem  sich  der  beilige
Bater  wegen  der  Niederlage  seines  Truppenkorps  bei
Foligno  die  herabwürdigendsten  Friedensbedingnisse,  wobei
  auch  die  Abtretung  der  ersten  Kunstwerke  Roms  mit
einbedungen  wurden,  gefallen  lassen  mußte,  wurde  die
Lage  eines  Fremden  immer  kritischer,  und  dabei  war  es
wegen  der  Unrichtigkeit  der  Posten  auch  schwierig,  Briefe
und  Wechsel  vom  Auslande  zu  erhalten.

Ich  hatte  mir  durch  Unterricht,  und  verschiedene  Arbeiten
  einige  hundert  Seudi  erspart,  und  als  einen  Notbpfennig
  bei  Seite  gelegt,  als  ich  den  letzten  Donnerstag
im  October  1796,  an  welchem  Tag  sich  ein  jeder  Römer,
wie  schon  oben  bemerkt,  eine  besondere  Erbolung  in  den