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Untersuchung  in  ein  Nebenzimmer  ein.  Kaum  waren  zwei
Stunden  versftossen,  als  Se.  Eminenz  der  Hr.  Cardinal
Caraffa  schon  den  in  seinem  Palast  gewaltthätig  vorgegangenen
  Einbruch  vernommen,  und  uns  desbalb  eine
obrigkeitliche  Person  zur  Untersuchung  des  Vorfalls  zugesandt
  hatte.  Bei  Vernehmung  unserer  Aufwärterin,  ob
ihr  von  diesem  Diebstabl  nichts  bekannt  sey,  oder  sie  sonsten
  keinen  Argwohn  habe,  war  sie  beinahe  ganz  verzweifelt,
  daß  ich  sie  in  Verdacht  hätte.  Dabei  glaubte  sie
aber,  die  Schelme  ausfindig  machen  und  angeben  zu  können.
  Nach  diesem  Vorfall,  der  mir  allerlei  Grillen  über
meine  Armuth  und  zukünftige  Existenz  machte,  indem
ich  bisber  noch  nie  gewohnt  war,  auf  Kredit  zu  leben,
und  meine  Kost  und  Wohnung  immer  baar  bezablte,
suchte  ich  mich  in  Allem  und  insbesondere  dadurch  einzuschränken,
  daß  ich  Abends  nicht  mehr  ausgehen  und  zu
Nacht  essen  wollte.  Indessen  erforderte  es  mein  jugendlicher
Appetit,  und  die  Anstrengung  meines  Körpers  bei  der
Arbeit,  daß  ich  mir  Abends  gegen  9  Uhr  oft  nur  eine
Foglietta  Wein  und  einige  Schnitte  Brochuto  oder  Salame
und  etwas  Brod  von  meiner  Aufwärterin  bolen  lassen
mußte.  Eines  Abends,  als  ich  an  meinem  Arbeitstische
saß,  und  eben  meine  Wärterin  deswegen  ausgeschickt  batte,
wurde  an  meiner  vordern  Gangtbüre  die  Schelle  gezogen.
In  der  Meinung,  es  sev  einer  meiner  Freunde,  der  mich
zum  Nachtessen  abholen  wolle  (wie  es  der  Fall  oft  war),
ging  ich  in  den  Gang,  und  fragte  in  deutscher  Sprache,
wer  da  sey  ?  Non  avete  paura,  aprite  Signore!  (habet
keine  Furcht,  macht  auf  mein  Herrl)  gab  mir  eine  Stimme
zur  Antwort.  In  der  Meinung,  es  könne  ein  Sbirro