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Rom  nie  an  Gelegenbeit  dazu,  und  ich  wurde  desbalb
oft  von  Fremden  angegangen.  Auf  diese  Weise  boffte
ich  mich  den  Winter  über  durchzubringen,  und  vielleicht
mit  dem  Frübjabr  eine  neue  Aussicht  für  eine  zukünftige
Existenz  zu  erbalten,  weil  ich  mit  zwei  meiner  Freunde,  dem
verstorbenen  Professor-Fernow  und  dem  Landschaftmaler
C.  Reinhardt,  einen  Antrag  und  auch  wirklich  schon  die
Wechsel  nach  Neapel  hatte,  zu  einer  Reise  nach  Sicilien,
um  die  Materialien  zu  einer  malerischen  Reise  durch
dieses  Land  zu  sammeln.  Eine  deutsche  Gesellschaft  wollte
das  Werk  unternehmen.  Wir  würden  die  Reise  sogleich
angetreten  haben,  wenn  uns  nicht  von  Seiten  des  neapolitantschen
  Gouvernements,  welches  damals  allen  Fremden
  den  Eintritt  in  das  Königreich  und  besonders  nach
Sieilien  versagte,  die  Pässe  verweigert  worden  wären.
Durch  Se.  Königliche  Hoheit  den  Prinz  August  von  England
  und  den  Hru.  Grafen  von  Munster,  welche  sich  zu
jener  Zeit  gerade  in  Neapel  aufbielten,  und  wegen  der
Franzosen  Rom  verlassen  hatten,  hofften  wir  zwar  die
Erlaubniß  erlangen  zu  können;  allein  die  Verwilligung
wurde  uns  immer  verweigert,  und  erst  auf  friedlichere
Zeiten  zugesichert.  Mit  süßen  Hoffnungen  auf  diese  Zeiten,
  und  schweren  Sorgen  für  die  näch#te  Zukunft  babe
ich  mit  meinem  Studium  den  Winter  von  1796  auf  1797
in  Rom  zugebracht,  bis  mich  dann  endlich  ein  anderer
unangenehmer  Auftritt  zur  Abreise  bestimmte.

Nach  dem  Mittagessen  am  beillgen  Oftertag  1797,
ging  ich  mit  noch  acht  andern  Künftlern,  um  die  Ruinen
der  Bäder  des  Caracalla  zu  seben,  und  an  diesem  vielbesuchten
  Orte  den  Nachmittag  zuzubringen.  Gegen  Abend