ließen  uns,  von  der  Wache  umgeben,  in  die  Strada  Condo,
in  welcher  Gegend  die  Mehresten  wohnten,  in  das  griechische
  Kaffeehaus  bringen,  wo  die  Deutschen  alle  Abende
zusammen  kamen.  Mit  den  übrigen  Deutschen,  welche
inzwischen  den  Vorfall  gehört,  und  uns  auch  schon  zum
Tbeil  auf  dem  Herwege  aus  der  Kirche  entgegen  kamen,
oder  sich  gleich  darauf  in  dem  Caffè  greco  einfanden,
um  die  Geschichte  näher  zu  vernehmen,  bielten  wir  nun
Nath,  was  in  der  Sache  zu  thun,  und  auf  welche  Art
wir  uns  zu  benehmen  hätten,  um  künftig  Sicherheit  vor
dem  römischen  Gesindel  zu  erhalten,  dem  alle  Fremden
verhaßt  waren.  Die  Mehrzahbl  der  Stimmen  siel  dabin,
für  diesen  heiligen  Abend  die  Sache  ruben  zu  lassen,  aber
den  andern  Morgen  sollten  die  Betbeiligten  zu  ibren  Gesandten
  gehen,  dort  Klage  erbeben,  und  um  Genugthuung
bitten.  Am  nächsten  Morgen,  als  den  Oftermontag,  gingen
  dann  die  bei  dem  Vorfall  Gewesenen  nach  Verabredung,
  und  zwar  die  Preußen  und  Hessen  zu  dem  dazumal
  in  Rom  anwesenden  Chargé  d’affaires,  die  Schweizer
  zu  dem  schweizerischen  Hauptmann  Pfeifer,  und  mein
Freund,  Maler  Hartmann  aus  Stuttgart.  und  ich,  weil
von  unseren  Höfen  keine  Gesandten  in  Nom  waren,  zu
dem  k.  k.  ößterreichischen  Geschäftsträger.  Als  wir  in
das  österreichische  Gesandtschafts-Palais  kamen,  so  bieß
es,  daß  Se.  Eminenz  der  Monsignore  N.  N.  in  St.  Peter
  bei  dem  Pabste  wäáre,  wo  G.  Heiligkeit  Messe  lese,
und  wir  uns  desbalb  in  dem  Palais  verweilen,  oder  aber
gegen  12  Uhr,  wo  Dieselben  nach  Hause  kämen,  wieder
erscheinen  sollten.  Da  wir  das  Unheil  des  vorigen  Tages
noch  nicht  vergessen,  und  Furcht  batten,  einem  von