gemischt  bätten,  indem  unser  Studium  in  Rom  unsere
einzige  Beschäftigung  sey.  Das  mag  wohl  sevn,  gab  er
uns  zur  Antwort;  allein  ich  sage  Ihnen  hier  nur  meine
Privatmeinung  über  Ibren  Anzug  und  Ihr  Ausseben,
wodurch  leider  jeder  Fremde  bei  uns  sich  auszeichnet,  und
deshalb  bei  dem  Volk  einen  widerlichen  Eindruck  macht.
Im  Uebrigen  werde  ich  mich  Ibrer  Sache,  vermöge  meines
  Amtes,  annehmen,  und  Ibnen  alle  mögliche  Satisfaction
  zu  verschaffen  suchen.

Nach  dieser  Versicherung  empfahlen  wir  uns,  und
suchten,  da  wir  uns  so  sehr  verspätet  batten,  jetzt  so  geschwind
  als  möglich  in  das  Caffè  greco  zu  kommen,  wobin
  wir  uns  das  Rendez-vous  gegeben,  um  die  erbaltenen
Bescheide  auf  unsere  Klagen  einander  mitzutbeilen.  Unter
  den  verschiedenen  Personen,  an  die  wir  uns  in  unserer
Sache  wandten,  zeigte  sich  der  preußische  Chargé  d’alfaires
  am  thätigsten,  indem  derselbe  sogleich,  nachdem
ihm  meine  Freunde  die  Geschichte  vorgetragen,  zu  dem
Cardinal  de  State  fuhr,  um  bei  demselben,  als  Cbef  des
römischen  Gouvernements,  die  Sache  förmlich  anhängig
zu  machen.  Nach  Tische  ließ  uns  hierauf  der  Cardinal
de  State  selbst  zu  sich  rufen,  und  nahm  den  ganzen  Vorfall
  aus  unserm  Munde  zu  Protokoll.  Am  Schlusse  desselben
  sagte  er:  Meine  Herren,  dieser  Vorfall  ist  abscheulich,
  und  eine  solche  Beleidigung  noch  nie  in  Rom  gegen
Fremde  verübt  worden.  Damit  wir  aber  die  Thäter,
welche  Sie  nicht  kennen,  ausfindig  machen,  so  müssen
Sie  zum  Bargello  (Hauptmann  der  Sbirri)  geben,
demselben  den  ganzen  Vorfall  erzäblen,  und  ihm  dann
für  seine  Leute  ein  Douceur  versprechen;  er  wird  die