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alle  Ketten,  3  Verbrecher,  und  aufbei  den  Seiten  6  Sbirri,
zum  Theil  mit  Pistolen,  und  die  Andern  mit  entblößten
Dolchen  in  den  Händen.  Der  Richter  sagte  nun:  „Meine
Herren,  unter  diesen  3  Verbrechern,  die  bier  innerhalb
an  der  Pforte  des  Kerkers  stehen,  ist  einerl,  den  Sie  angeklagt
  baben.  Können  Sie  denselben  von  den  zwei  übrigen
  unterscheiden,  so  treten  Sie  in  das  Gefängniß,  und
rübren  Sie  ihn  an.“  Ich  ging,  trotz  dieses  furchtbaren
Anblicks,  auf  diese  3  Kerle  zu,  und  im  Augenblick,  als
ich  meinen  Feind  angreifen  wollte,  schrien  die  Sbirri,  der
Richter  außerhalb  der  Pforte,  und  dann  auch  einige  von
den  an  den  Wänden  angeschlossenen  Gefangenen:  „JNel
nome  di  Dio  non  sbaglia!“  (um  Gotteswillen  irret  Euch
nicht!)  Der,  welchen  ich  als  den  Verbrecher  schon  durch
seine  Gestalt,  seine  Erblassung,  und  die  Furcht,  mir  offen
in  das  Gesicht  zu  sehen,  erkannte,  obne  daß  ich  nur  im
mindesten  auf  die  uns  von  dem  Sbirren  den  Abend  zuvor
gemachte  Beschreibung  Rücksicht  nahm,  reichte  mir  sodann
  mit  gittern  die  Hand,  worauf  ich  wieder  zurückging,
  und  von  dem  Richter  in  den  ersten  Saal  begleiter
wurde.  Diesen  gleichen  Akt,  wobel  denn  immer  die  Kerle
verwechselt  wurden,  batten  dann  alle  die  Uebrigen  mit
zu  machen,  und  die  Brigands  wurden  auch  von  uns  Allen
erkannt,  weil  wir  uns  ihre  Schelmenfigur  sebr  eingeprägt
batten.

Auf  diese  Anerkennung  der  Verbrecher  fübrte  uns  der
Richter  wieder  in  die  Gerichtsttube,  wo  wir  ibn  zuerst
angetroffen,  und  las  uns  dann  unsere  zu  Protokoll  gegebene
  Anklage  noch  einmal  vor,  worauf  er  uns  fragte:  ob
wir  nichts  mehr  dabei  zu  erinnern  fänden,  und  unsere