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einem  italienischen  Kaufmann  Rom  verließ.  Wir  hatten
einen  Vetturin  gedungen,  welcher  uns  nach  Florenz  zu
bringen  batte,  und  wurden  von  meinen  nächsten  Freunden
  eine  kleine  balbe  Stunde  weit  bis  Porta  molla  begleitet,
  wo  der  Vetturin  noch  einen  Geistlichen  vorn  aufsitzen
  ließ,  welcher  bei  dem  Gymnastum  in  Genua  als
Lebrer  angestellt  war,  und  von  Sr.  Heiligkeit,  dem
Pabste,  die  Erlaubniß  nachgesucht  hatte,  als  Weltgeistlicher
  aus  seinem  Kloster  treten  zu  dürfen.

Auf  der  Zurückreise  in  mein  Vaterland,  und  besonders
  auf  dem  Wege  durch  Ztalien,  begegneten  mir  einige
sonderbare  Geschichten,  die  vielleicht  einiges  Interesse
haben  können,  weil  sie  verschtedene  Charakterzüge  der  Ita-Liener
  enthalten;  ich  will  sie  darum  nach  der  Kürze  anführen.


Den  Weg  von  Rom  über  Terni,  Spoleto,  Baßia,
Perugia  u.  f.  w.  legten  wir  ziemlich  glücklich  zurück.
Als  wir  jedoch  über  Perugia  hinaus  und  an  einem
Sonntage  in  die  Gegend  der  Florentinischen  Grenze
kamen,  schien  ein  böser  Damon  die  Fortsetzung  unserer
  Reise  bemmen  zu  wollen.  Diesen  unglücklichen
Sonntag  fuhren  wir,  wie  gewöhnlich,  schon  sehr  früb
von  unserer  Nachtstation  aus.  Als  wir  nun  gegen  s  bis  6
Stunden  Wegs  gemacht  hatten,  begegneten  uns  auf  der
Landstraße  mehrere  woblgekleidete  Landleute,  die  rechts
auf  der  Seite  des  Berges  von  einem  Orte  berunter  kamen,
  wo  sie  wahrscheinlich  Messe  gehört,  oder  einer  Predigt
  beigewohnt  batten.  Der  leichte  küble  Wind,  welcher
  an  diesem,  übrigens  schönen  Tage  blies,  bewegte  das
weiße  Tuch,  welches  die  Frauen  hier  in  einer  künstlichen