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die  Ueberzeugung,  daß  wie  so  in  dieser  Stellung,  wo  die
Kutsche  diesseits  und  die  Manlthiere  jenseits  sich  befanden,
die  Nacht  vollends  zubringen  müßten.  Wir  ertheilten
ihm  den  Ratb,  seine  vordern  Maulthiere  auszuspannen,
und  durch  das  hinten  an  der  Kutsche  hängende  dritte
Thier  die  Chaise  wieder  zurückziehen  lassen,  indem  ohne
Zweifel  bier  in  der  Näbe  noch  ein  anderer  Weg  sich  sinden
werde,  welcher  in  die  Stadt  fübre.  Nachdem  wir  den
dummen  Menschen,  mit  Hülfe  unsers  Geistlichen,  nach
und  nach  zu  Verstande  brachten,  befolgte  er  unsern  Vorschlag,
  und  wir  kamen  bierauf  gegen  Mitternacht  in  dem
Städtchen  an.  Von  hieraus  setzten  wir  den  andern  Tag
unsere  Reise  mit  unserer  zerbrochenen  Kutsche,  nachdem
der  Vetturin  sein  drittes  Maultbier  zurück  gelassen  batte,
weiter  fort,  und  erreichten  ohne  weitere  Unglücksfälle
Florenz.

Von  Florenz  wollte  ich  meine  Reise  mit  Escher
über  Venedig  fortsetzen;  allein  da  dazumal  das  öfterreichische
  Militär  diese  Stadt  besetzte,  und  die  Franzosen
von  da  abmarschirten,  so  waren  die  Straßen  in  der  Gegend
  von  Venedig  nicht  wohl  zu  pasfiren.  Escher  und
ich  entschlossen  uns  daher  den  geraden  Weg  über  Bologna,
Modena,  Parma,  Piacenza  nach  Mailand  zu  machen,
und  unsern  gemeinschaftlichen  Freund,  Hofratb  und  Professor
  Maier  aus  Weimar,  welcher  in  Florenz  krank  war,
und,  wie  uns  sein  Doctor  sagte,  nur  durch  die  Zurückreise
  nach  Deutschland  wieder  genesen  könnte,  mitzunebmen.
  Räücküchtlich  unsers  Freundes  hatte  der  Arzt  sebe
richtig  geurtbeilt,  denn  als  Prof.  Maier  auf  der  Reise
war,  wurde  er  täglich  besser,  und  in  wenigen  Tagen  so