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dene  Strümpfe  eingekauft  batte,  und  dorum  bei  der  mailändischen
  Douane  in  Verlegenheit  zu  kommen  glaubte,
war  dieser  Vorschlag  besonders  recht,  und  uns  beiden
wegen  der  Unterbaltung  mit  einem  neuen  Reisegefährten
  auch  nicht  unangenehm.  Als  wir  nun  die  vorauszegangene
  Kutsche  eingebolt  batten,  fübrte  unser  Vetturin
  seinen  Plan  leicht  aus,  indem  die  Reisenden  in  jenem
Wagen  so  gedrängt  beisammen  saßen,  daß  sie  uns  den
großen  italienischen  Helden  gern  als  Figurant  für  die
Douanen  abgaben.  Unser  neuer  Gesellschafter  war  ganz
militärisch  gekleidet,  trug  einen  Schnurrbart,  in  der  Hand
einen  Pallasch  mit  eiserner  Scheide,  auf  dem  Kopfe  eine
sogenannte  militärische  Holzkappe,  auf  welcher  unten  am
Rande  herum  als  Bordür  die  Worte  in  italienischer  Sprache
„  Freiheit  oder  Tod“  in  Gold  eingestickt  waren.  Auf
unser  Anerbieten  nahm  er  ohne  Umßtände  den  ersten  Platz
im  Wagen  ein,  und  wurde  auf  einmal  so  gesprächig,  daß
er  uns  bald  seine  ganze  Biograpbie  mittbeilte.  Er  fing
damit  an,  daß  er  uns  erzählte,  er  habe  als  Offizier
9  Jahre  unter  der  ökterreichischen  Cavallerte  gedient,  und
die  deutsche  Sprache  ganz  verstanden;  allein  er  hätte  diese
Sprache  nie  schön  gefanden,  und  weil  er  nun  seinem  Vaterlande
  diene,  und  ganz  den  französischen  liberalen
Grundsätzen  anhänge,  babe  er  geschworen,  niemals
mehr  deutsch  zu  reden,  und  wir  möchten  ihm  daher  verzeihen,
  wenn  er  uns  nicht  antworte,  falls  wir  deutsch
mit  ihm  soprechen  wollten.  Aus  seinen  weitern  Reden  erfubren
  wir,  daß  in  der  vorausfahrenden  Kutsche  ein  französischer
  Offizier  mit  seiner  Frau  und  Schwägerin,  so  wie
seine  eigene  Frau  säßen,  welche  er  in  Bologna  zum  ersten-