und  auf  einmal  fubr  sie  fort:  ich  möchte  nur  wissen,  wo
der  Schurke  dos  Geld  bergenommen,  womit  er  gestern  in
Lodi  die  Zeche  und  heute  den  Verturin  bezablt  bat;  denn
bereits  vor  einigen  Tagen  war  von  dem  vielen  Gelde,
welches  ihm  mein  Vater  mitgegeben  kein  Heller  mehr
vorhanden.  Auf  Eschers  Aeußerung,  er  habe  ihm  dieses
Geld  gelieben,  ließ  sie,  was  sie  in  den  Händen  hatte,  auf
den  Teller  fallen,  und  sprach  kein  Wort  mehr,  sondern
jammerte  und  weinte  zum  Erbarmen.  Wir  versuchten
ibr  abermals  Trost  einzusprechen,  und  verließen  ste  gegen
10  Ubr,  ganz  unbeweglich  am  Tisch  in  ibrem  Zimmer
sitzend,  und  gingen  durch  die  Nebenthür  in  das  unfrige,
um  uns  zu  Bette  zu  begeben.  Als  wir  ungefähr  eine  halbe
Gtunde  darauf  unsere  Thüre  verschlossen,  und  uns  zum
Tbeil  schon  ausgekleidet  hatten,  kam  der  Kellner  des  Hauses
  die  Treppe  herauf,  und  gerade  an  unsers  Nachbars
Zimmer,  wo  er  denselben  aufweckte,  und  sagte,  daß  seine
Frau  zur  Hofpforte  binaus  und  davon  gelaufen  wäre,  er
sollte  ihr  geschwind  nachgeben.  Im  erten  Taumel,  und
da  er  den  Kellner  vielleicht  nicht  recht  verstanden  baben
mochte,  wollte  er  zuerst  unfre  verschlossene  Thüre  öffnen,
indem  er  glaubte,  daß  wir  seine  Frau  zu  uns  genommen
bätten;  allein  der  Kellner  rief  ihm  zu:  er  solle  uns  nicht
Kören,  sondern  sich  eilen,  der  Entflohenen  auf  der  Straße
nachzugehen,  weil  er  sie  sonst  bei  längerer  86gerung  nicht
mehr  einbolen  werde,  was  er  denn  auch  endlich  that.
Nach  der  Aeußerung  der  Frau  konnten  wir  leicht  begreifen,
  daß  es  einen  tollen  Auftritt  geben  werde,  und  nabmen
  unsre  Maßregeln,  indem  wir  unsre  Pistole  zu  recht
legten,  um  uns,  nach  den  Umständen,  erustlich  gegen